Berlin (epd). Nach einem chaotischen Start kommt die Evakuierungsoperation internationaler Staaten aus Afghanistan allmählich voran. Bis Dienstagnachmittag waren mit zwei Evakuierungsflügen der Bundeswehr insgesamt 132 Menschen ins benachbarte Usbekistan gebracht worden.
Berlin (epd). Nach der Machtübernahme in Afghanistan zeigt sich die Taliban-Führung demonstrativ um Normalität bemüht. Aus dem Präsidentenpalast in der Hauptstadt Kabul wies sie am Dienstag ihre Kämpfer an, nicht in fremde Häuser einzudringen und das Eigentum der Menschen zu respektieren, wie der TV-Sender Tolo berichtete.
Nürnberg (epd). Eine „völlige Veränderung der Asylpolitik“ fordert der Vorsitzende des Vereins „matteo - Kirche und Asyl“ mit Sitz in Nürnberg, Stephan Reichel.
Düsseldorf/Kabul (epd). Zwanzig Jahre nach dem Ende ihres Schreckensregimes haben die Taliban erneut die Macht in Afghanistan übernommen. „Der Krieg ist vorbei“, sagte Taliban-Führer Mohammed Naim dem TV-Sender Al Dschasira. Taliban-Kämpfer kontrollierten am Montag alle Polizei-Checkpoints in Kabul.
Hannover (epd). Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat eine kritische Auseinandersetzung mit dem Militäreinsatz in Afghanistan gefordert. Zunächst müsse aber den gefährdeten Menschen schnell, konkret und unbürokratisch geholfen werden, sagte Brahms am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Berlin (epd). Mit einer großen Evakuierungsoperation versuchen die USA, Deutschland und andere Länder ihre Staatsbürger aus dem Land zu bringen und besonders gefährdete Afghanen vor den Taliban zu retten.
Dubai/Kabul (epd). Die Lage in Afghanistan spitzt sich immer weiter zu. Während die radikalislamischen Taliban am Sonntag bis nach Kabul vorrückten, herrschte in der Bevölkerung Panik. Präsident Aschraf Ghani soll angesichts der Situation Medienberichten zufolge das Land verlassen haben.
Frankfurt a.M. (epd). Mit dem Vorrücken der Taliban auf die afghanische Hauptstadt Kabul sind in Deutschland die Forderung nach einer Evakuierung von Ortskräften lauter geworden. Politiker und Politikerinnen verschiedener Parteien äußerten sich entsetzt über die Gefahr, in der die Helferinnen und Helfer des Bundeswehreinsatzes schwebten.
Dubai/Kabul (epd). Vor einem Brautkleidergeschäft im Zentrum von Kabul, wo bislang glückliche Frauengesichter von Plakaten lächelten, malten am Sonntag Arbeiter alle Bilder mit weißer Farbe über. In Kandahar, Afghanistans zweitgrößter Stadt, spielte die örtliche Radiostation, nun umgetauft in Radio Scharia, keine Musik mehr.
Frankfurt a.M./Kabul (epd). Angesichts des schnellen Vormarschs der Taliban wird die Lage in Afghanistan für die Bevölkerung und die Regierung immer schwieriger. Präsident Aschraf Ghani rief am Samstag zum Kampf gegen die Aufständischen auf. In einer Fernsehansprache sagte er, die erneute Mobilisierung der afghanischen Armee habe nun Vorrang.