Anna-Nicole Heinrich, Synoden-Präses der Evangelischen Kirche in Deutschland, will eine Polarisierung in der Friedensdebatte vermeiden. Sowohl Freiwilligendienste als auch "der Gang zur Bundeswehr" könnten dem Frieden dienen.
Die Theologin Margot Käßmann bleibt auch vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs bei ihrer pazifistischen Grundhaltung. Über die neue Friedensdenkschrift ihrer Kirche ist sie "enttäuscht".
Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Weltkirchenrats und ehemaliger bayerischer Landesbischof, hält den Krieg gegen den Iran für ethisch nicht vertretbar. Er warnt zugleich davor, ihn mit Verweis auf Dietrich Bonhoeffer zu legitimieren.
Der Weltkirchenrat sowie weitere ökumenische Bünde verurteilen den Krieg der USA und Isreals gegen den Iran. Es gebe keine göttliche Erlaubnis zum Töten, Zerstören, Vertreiben oder Besetzen.
Weltweit haben die Waffentransfers zwischen Staaten zugenommen. Daten des Sipri-Instituts zeigen: Vor allem Europa rüstet auf. Die Welthungerhilfe äußert sich besorgt.
Ein Friedenskongress hat sich kritisch mit der Friedensdenkschrift der EKD auseinandergesetzt. Der aktuelle und der frühere Friedensbeauftragte der EKD sehen darin den Pazifismus an den Rand gedrängt.
Im Krieg der USA und Israels gegen den Iran sind bereits mehr als 1.000 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 7.000 erlitten Verletzungen. Zudem werden Gesundheitseinrichtungen angegriffen.
Drei Viertel der Deutschen empfindet die politische Lage in der Welt zurzeit als bedrohlich, zeigt eine Umfrage für den ARD-Deutschlandtrend. Das militärische Vorgehen der USA und Israels gegen den Iran hält eine Mehrheit für nicht gerechtfertigt.
In mehr als 130 Städten haben Schülerinnen und Schüler am Donnerstag zu Demonstrationen gegen den Dienst an der Waffe aufgerufen. Sie befürchten, dass auf den freiwilligen Wehrdienst die Wehrpflicht folgt.