Nach dem Beschuss eines Krankenhauses im Gaza-Streifen wird international Aufklärung gefordert. Das Leid der Bevölkerung wird immer unerträglicher. UN-Generalsekretär Guterres sendet einen dramatischen Appell und verlangt eine Feuerpause.
Magdeburg, Weimar (epd). Der evangelische mitteldeutsche Landesbischof Friedrich Kramer hat dazu aufgerufen, Judenhass entschieden zu bekämpfen. „Die Solidarität unserer Kirchen mit dem jüdischen Volk und das Existenzrecht Israels stehen nie infrage“, schreibt Kramer in einem Kommentar für die in Weimar erscheinende evangelische Wochenzeitung „Glaube + Heimat“ (Ausgabe 22. Oktober).
Seit mehr als einer Woche dauert der Krieg zwischen Israel und der Hamas an. Im Gaza-Streifen wächst die Not. Auch die dort lebenden Menschen seien Opfer der Hamas, sagt Bundeskanzler Scholz.
München/Freiburg (epd). Den muslimischen Antisemitismus und Antijudaismus kann man nach Ansicht des Freiburger Islamwissenschaftlers Abdel-Hakim Ourghi nicht nur auf die politischen Folgen nach der Gründung des Staates Israels zurückführen.
Im Gaza-Streifen haben rund eine Million Menschen ihre Wohngebiete verlassen. Sie fürchten den Einmarsch der israelischen Armee, die einen massiven Schlag gegen die Terrorgruppe Hamas plant.
Leipzig (epd). Die evangelische Theologin Margot Käßmann ruft angesichts der angespannten Weltlage dazu auf, jenseits von Waffen nach Konfliktlösungen zu suchen. „Ich will nicht sagen, dass die pazifistische Grundhaltung die einzig mögliche sei“, sagte Käßmann am Montag laut Redemanuskript in der Leipziger Nikolaikirche.
Nörvenich (epd). In Nörvenich bei Düren haben am Samstag nach Veranstalterangaben rund 150 Menschen gegen bevorstehende Nato-Manöver und für eine atomare Abrüstung demonstriert.
Köln (epd). Der Kölner Schriftsteller und Friedenspreisträger Navid Kermani charakterisiert die Lage in Nahost als neuen Dreißigjährigen Krieg. Spätestens seit 2003 breche ein Land nach dem anderen auseinander, werde ein Land nach dem anderen von Gewalt, Vertreibung, Bürgerkrieg und Terror heimgesucht, sage er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag).
Köln (epd). Der Bonner Politikwissenschaftler Ulrich Schlie rechnet im Nahen Osten mit einer längeren militärischen Auseinandersetzung und einer Ausweitung der Fronten.