Gemäß Artikel 4 Absatz 3 des deutschen Grundgesetzes darf niemand gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Die Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) berät Menschen bei der Wahrnehmung dieses Rechts. Verfahrensabläufe und Verfahrenspraxis werden kritisch beobachtet und begleitet sowie vom Grundgesetz nicht anerkannte Gründe wie situative/kontextuelle Verweigerung oder die Totalverweigerung werden im Blick behalten. Daneben gilt es, dem Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung weltweit Anerkennung zu verschaffen. Die Beratungshomepage finden Sie unter: https://www.eak-online.de/beratung
Das Video der EAK zum Thema KDV findet sich unter dem Titel „Kriegsdienstverweigerung – So geht’s!“ auf YouTube und unter www.eak-online.de.

Kriegsdienstverweigerung

Zeitung: Zahl der Wehrdienstverweigerer ist 2025 deutlich gestiegen

Die ersten jungen Leute erhalten Post von der Bundeswehr. Sie sollen erklären, ob sie zum Wehrdienst bereit sind. Im vergangenen Jahr haben knapp 4.000 Menschen einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt, so viele wie seit Jahren nicht.

Mehr als 5.500 Bundeswehrbesuche an Schulen

Die Zahl der Schulauftritte von Bundeswehrangehörigen ist auf einem hohen Niveau. Besuche finden nach Zahlen des Verteidigungsministeriums in etwa genauso häufig vor jüngeren Jahrgängen statt wie in der Oberstufe.

Fragebogen zum Wehrdienst: Ignorieren kann 1.000 Euro kosten

Berlin (epd). Das Ignorieren der neuen Vorschriften zum Wehrdienst kann teuer werden. Wenn ein junger Mann der Verpflichtung zum Ausfüllen des Fragebogens nicht nachkommt oder dabei falsche Angaben macht, kann eine Geldbuße bis 1.000 Euro die Folge sein, wie ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte.

Bundesrat stimmt für den neuen Wehrdienst

Der Bundesrat hat die Wehrdienstreform gebilligt. Ab Januar 2026 müssen junge Männer verpflichtend einen Fragebogen ausfüllen. Zudem sollen sie gemustert werden - der Dienst bleibt aber vorerst freiwillig.

DRK-Chef Gröhe fordert Kraftakt für Zivilschutz

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, der frühere Gesundheitsminister Hermann Gröhe, fordert einen Ausbau des Bevölkerungsschutzes im Fall von Krisen und Katastrophen. Gesamtverteidigung bestehe nicht nur aus militärischer Verteidigung.

"Wehrpflicht Nein Digga"

Mehrere Tausend Schülerinnen und Schüler haben sich an Demos gegen den künftigen Wehrdienst beteiligt. Bundesweit fanden im Laufe des Freitags Proteste statt - teilweise während der Unterrichtszeit. Für März ist der nächste Streiktag angesetzt.

Bundestag macht Weg frei für neuen Wehrdienst ab Januar 2026

Der neue Wehrdienst kommt, bleibt aber freiwillig. Der Bundestag beschloss am Freitag die Musterungspflicht für 18-jährige Männer ab 2026. Zudem müssen die jungen Männer einen Fragebogen ausfüllen. Dagegen regt sich Protest.