Gemäß Artikel 4 Absatz 3 des deutschen Grundgesetzes darf niemand gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Die Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) berät Menschen bei der Wahrnehmung dieses Rechts. Verfahrensabläufe und Verfahrenspraxis werden kritisch beobachtet und begleitet sowie vom Grundgesetz nicht anerkannte Gründe wie situative/kontextuelle Verweigerung oder die Totalverweigerung werden im Blick behalten. Daneben gilt es, dem Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung weltweit Anerkennung zu verschaffen. Die Beratungshomepage finden Sie unter: https://www.eak-online.de/beratung
Das Video der EAK zum Thema KDV findet sich unter dem TitelKriegsdienstverweigerung – So geht’s!auf YouTube und unter www.eak-online.de.

Kriegsdienstverweigerung

Union und SPD verhandeln weiter über Wehrdienst

Union und SPD suchen weiter nach einem Kompromiss beim Wehrdienst. Es geht um die Frage, wie viel Pflicht das Gesetz schon vorsehen soll. Die SPD zeigt sich offen dafür, Ziele zu benennen, einen Automatismus zur Wehrpflicht lehnt sie aber weiter ab.

Bischof Meister plädiert für verpflichtendes Gesellschaftsjahr

Hannover (epd). Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat sich für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr für junge Menschen ausgesprochen. Er selbst habe im Zivildienst Menschen mit Behinderung befördert und Sterbende in ihren letzten Monaten gepflegt und empfinde diese Zeit als bis heute prägend, sagte der 63 Jahre alte Theologe der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Samstag).

In der Bundeswehr "Demokratie und Freiheit verteidigen"

Junge Rekruten haben sich auf dem Truppenübungsplatz Munster in ihrem Biwak eingerichtet. Sie haben sich freiwillig zum Wehrdienst gemeldet und üben erstmals, sich im Gelände zu verteidigen.

Koalition sucht gemeinsame Linie zum Wehrdienst

Trotz eines im Kabinett beschlossenen Gesetzentwurfs streitet die Koalition erneut über den Wehrdienst. Die SPD beharrt auf dem Prinzip der Freiwilligkeit, doch der Kanzler bezweifelt, dass das reicht.

Margot Käßmann: "Friedensbewegung ist ziemlich lebendig"

Stuttgart/Berlin (epd). An der Friedensdemonstration in Stuttgart haben am Tag der Deutschen Einheit nach Angaben der Veranstalter rund 15.000 Menschen teilgenommen. Die Stuttgarter Polizei gab auf epd-Anfrage an, keine Teilnehmendenzahlen zu veröffentlichen. Zeitgleich fand in Berlin unter dem gemeinsamen Motto „Nie wieder kriegstüchtig!“ eine weitere Demonstration statt.

Özdemir schlägt "republikanisches Jahr" für jeden vor

Berlin (epd). Der Grünen-Politiker Cem Özdemir äußert sich kritisch zu einer Wiedereinführung der ausgesetzten Wehrpflicht, schlägt stattdessen aber ein „republikanisches Jahr“ vor. „Lasst uns ein republikanisches Jahr einführen - also ein Jahr, in dem sich alle in den Dienst ihres Landes stellen“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag).

Ministerin: Zahl der Kriegsdienst-verweigerer nimmt deutlich zu

Hannover (epd). Die Zahl der Kriegsdienstverweigerer hat laut Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) in den vergangenen Monaten stark zugenommen. „Die Zahl der Kriegsdienstverweigerer war lange sehr, sehr gering“, sagte die Politikerin, deren Ressort für den Zivildienst zuständig ist, dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND).

EAK: KDV-Beratung und Gewissensbildung haben eine neue Bedeutung

Ganz im Zeichen der Diskussionen um das neue Wehrdienstgesetz, um Fragen der Gewissensbildung und eines zunehmenden Bedarfs an Beratungen zur Kriegsdienstverweigerung stand die diesjährige Jahrestagung der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) in Hamburg.

Bischöfe sehen Wiedereinführung einer Wehrpflicht skeptisch

Fulda, Bonn (epd). Die katholischen Bischöfe in Deutschland blicken derzeit eher skeptisch auf eine Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht. Eine Wehrpflicht stelle erhebliche Eingriffe in die Freiheitsrechte der Betroffenen dar, sagte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, am Donnerstag in Fulda zum Abschluss der Herbst-Vollversammlung.