Immense Staatsausgaben werden für Rüstung ausgegeben. Deutschland ist einer der größten Waffenproduzenten und -exporteure der Welt. Die Kirchen sind sich einig, dass Rüstungsexporte restriktiv geregelt werden müssen und in Krisengebiete verboten werden sollten. Auch angesichts kriegerischer Auseinandersetzungen stellt sich die Frage nach (Auf- bzw. Ab-)Rüstung neu und fordert eine Positionierung heraus.

Rüstung

UN-Staaten erwarten kein Verbot von Killerrobotern

Genf (epd). Unter dem Dach der Vereinten Nationen beraten seit Montag Regierungsvertreter in Genf über die sogenannten Killerroboter. Die fünftägige Konferenz werde nicht den Start von Verbotsverhandlungen für Killerroboter empfehlen, hieß es aus Diplomaten-Kreisen. 

Ostermarschierer fordern Abrüstung und Stopp von Waffenexporten

Bonn/Dortmund (epd). Bei den bundesweiten Ostermärschen sind in diesem Jahr wieder Tausende Aktivisten für Frieden und Abrüstung auf die Straße gegangenen. Das Netzwerk Friedenskooperative in Bonn verzeichnete rund 100 Demonstrationen und Kundgebungen.

Münsteraner Bischof kritisiert deutsche Rüstungsexporte

Münster (epd). Der Münsteraner Bischof Felix Genn hat deutsche Rüstungsexperte in Krisengebiete scharf kritisiert. Deutsche Waffen würden durch die Türkei und andere Länder für den Krieg genutzt, sagte Genn am Donnerstag laut Redetext in seiner Predigt zum Gründonnerstag in Münster. "Gewinnmaximierung durch Waffen hat aber nichts mit Christi dienender Liebe zu tun."

EU-Kommission will fürs Militär das Verkehrsnetz verbessern

Brüssel (epd). Die EU-Kommission will Straßen und Brücken in der EU für Militärtransporte tauglich und innereuropäische Grenzen leichter passierbar machen. Ziel sei es, bei der Planung von Infrastruktur die militärischen Bedürfnisse zu berücksichtigen, teilte EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc am Mittwoch bei der Vorstellung eines Aktionsplans in Brüssel mit.

Von Südafrika bis Syrien

Fürstenfeldbruck (epd). Topfpflanzen am Fenster, gemusterte Polsterstühle am Esstisch, eine ausladende Couchgarnitur: Ingeborg Ammons Wohnzimmer wäre ein ganz gewöhnliches Wohnzimmer - wären da nicht diese Flyer und Plakate. "Büchel ist überall! Atomwaffenfrei jetzt!" prangt ein Schild in Signalfarben.

Gegen Atomwaffen und Aufrüstung

Düsseldorf (epd). Die Erhöhung der Verteidigungsausgaben, Waffenexporte und die atomare Bedrohung - diese Themen treiben rund um die Ostertage wieder Hunderte Friedensaktivisten auf die Straßen. Mit Kundgebungen, Fahrradtouren, Wanderungen und Friedensfesten demonstrieren die Ostermarschierer auch in diesem Jahr für eine friedlichere Welt.

Friedensgruppen starten mehrmonatige Aktion in Büchel

Büchel (epd). Am Bundeswehr-Fliegerhorst in Büchel in der Eifel in Rheinland-Pfalz wollen Friedensgruppen am Montag eine 20-wöchige Protestaktion starten. Die in der Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt" zusammengeschlossenen Initiativen fordern den Abzug der in Büchel vermuteten 20 US-amerikanischen Atombomben.

Friedensforscher: Weltweiter Waffenhandel hat weiter zugelegt

Stockholm (epd). Die Geschäfte globaler Rüstungshersteller gehen glänzend: So wuchs der weltweite Waffenhandel zwischen 2013 und 2017 um zehn Prozent im Vergleich zum Zeitraum von 2008 bis 2012, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag bekanntgab. Dies sei vor allem auf mehr Waffenlieferungen nach Asien und Ozeanien sowie in den Nahen Osten zurückzuführen.

Regierung erlaubt erneut mehr Kleinwaffenexporte

Düsseldorf (epd). Deutschland hat einem Zeitungsbericht zufolge im zweiten Jahr in Folge mehr Kleinwaffenexporte genehmigt. Deren Umfang sei im vergangenen Jahr von 46,89 auf 47,81 Millionen Euro gestiegen, berichtete die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Freitag) unter Berufung auf die Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion.