Kirche und Militär stehen in ambivalenter Beziehung. Einerseits hat in den Kirchen die Position des radikalen Pazifismus seinen Platz. Andererseits legitimieren kirchliche Stellungnahmen den Einsatz des Militärs als letztes Mittel zur Selbstverteidigung oder auch in einer Schutzverantwortung für andere. Gerade in der Bundesrepublik Deutschland verbinden Verträge Kirche und Staat, auch in Bezug auf die Seelsorge in der Bundeswehr. Dieses Spannungsfeld bedarf der stetigen und profunden Gewissensbildung, Meinungsfindung und Handlungsbegründung auf individueller, kirchlicher und staatlicher Ebene.

Militär

Verein organisiert Safe House in Kabul für afghanische Ortskräfte

Berlin (epd). Das Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte hat nach eigenen Angaben für lokale Helfer von Bundeswehr, Entwicklungsorganisationen und deutscher Polizei eine sichere Unterkunft in Kabul eingerichtet. Das bestätigte der ehrenamtliche Leiter des Vereins, Marcus Grotian, auf epd-Anfrage am Donnerstag.

Friedensaktivisten wollen Zaun am Militärflugplatz Büchel untergraben

Büchel (epd). Friedensaktivisten wollen am 19. Juli mit einer ungewöhnlichen Aktion gegen die Modernisierung der vermutlich in Büchel gelagerten US-Atomwaffen protestieren: Die Demonstranten wollen unter dem Motto „Digging for Life“ die Erde am Fliegerhorst Büchel in der Eifel aufgraben, wie eine Sprecherin am Montag ankündigte.

Afghanistan-Expertin: Bundeswehr-Ortskräfte flehen um Hilfe

Hamburg (epd). Die Afghanistan-Expertin Nadia Nashir hat die Bundesregierung aufgefordert, alle Ortskräfte, die in Afghanistan für die Bundeswehr gearbeitet haben, sowie deren Familien schnell nach Deutschland zu holen. Dolmetscher und andere ehemalige Helfer der Bundeswehr würden nach dem Truppenabzug von der islamistischen Taliban-Miliz bedroht.

Militärpfarrer: Seelsorge ist wichtig für Soldaten

Faßberg, Mazar-i-Sharif (epd). Die Kirchliche Friedensarbeit in Afghanistan hat sich nach Einschätzung des letzten deutschen Militärpfarrers am Hindukusch, Stephan Schmid, in den vergangenen 20 Jahren deutlich verändert.

Schießübungen für 17-jährige

Am 1. Juli rücken zum zweiten Mal junge Männer und Frauen als Rekruten und Rekrutinnen des Freiwilligen Wehrdienstes im Heimatschutz in die Kasernen ein. Dort werden sie zusammen mit anderen Wehrdienstleistenden eine dreimonatige Grundausbildung absolvieren. Bestandteil dieser Grundausbildung ist auch die Ausbildung an Handfeuerwaffen.