Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Rotes Kreuz: 25.000 Menschen konnten Ost-Aleppo verlassen

Genf (epd). Seit Beginn der Evakuierung am Donnerstag haben nach Angaben des Roten Kreuzes rund 25.000 Menschen die einstige Rebellenhochburg Ost-Aleppo in Syrien verlassen. Die Vereinten Nationen forderten am Dienstag weitere sichere Ausreisemöglichkeiten.

UN beschließen Überwachung von Aleppo-Evakuierung

New York/Genf (epd). UN-Beobachter sollen die Evakuierung von Ost-Aleppo überwachen. Dies beschloss der UN-Sicherheitsrat einstimmig am Montag in New York. Demnach werden Mitarbeiter der Vereinte Nationen, des Roten Kreuzes und des Syrisch-Arabischen Roten Halbmondes den Prozess der Ausreise von Zivilisten und Rebellen aus der umkämpften syrischen Stadt begleiten.

UN-Generalsekretär: Aleppo gleichbedeutend mit der Hölle

Genf (epd). Im zerstörten syrischen Ost-Aleppo harren nach Schätzung der Vereinten Nationen noch immer Zehntausende Zivilisten aus. "Aleppo ist gleichbedeutend mit der Hölle", sagte der scheidende UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Freitag (Ortszeit) mit Blick auf die anhaltenden Kämpfe in der Stadt.

Evakuierung von Ost-Aleppo mit Verzögerung begonnen

Frankfurt a.M./Genf (epd). In Syrien hat am Donnerstag der lang geforderte Abzug von Rebellen und Zivilisten aus dem östlichen Teil der zerstörten Stadt Aleppo begonnen. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz twitterte am Nachmittag, 20 Busse und 13 Krankenwagen seien dabei, die Frontlinie bei Ost-Aleppo zu überqueren.

17.000 Kindersoldaten im Konflikt in Südsudan eingesetzt

Genf (epd). Tausende Kindersoldaten sind im Bürgerkrieg im Südsudan laut den UN verletzt, sexuell angegriffen oder getötet worden. Seit Beginn der Kämpfe vor drei Jahren hätten die Konfliktparteien mehr als 17.000 Minderjährige als Kindersoldaten eingesetzt, teilte das Hilfswerk Unicef am Donnerstag in Genf mit.

Bedford-Strohm: Wir dürfen nicht abstumpfen

Hannover (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, beklagt die Situation der Menschen in Aleppo. Im Interview mit dem Evangelischen Pressedienst weist er auf die begrenzte Handlungsmöglichkeit der Kirchen hin. Ihre Rolle sei es aber, die Welt auf die dramatische Lage hinzuweisen.

"Und jetzt möchte ich für die Menschen da sein"

Lindau (epd). Die Eindrücke der letzten Reise sind noch ganz frisch. Adnan Wahhoud spricht mit zurückgenommener Stimme, als könne er das, was er zuletzt erlebt hat, nicht fassen: "Als ich in der Nähe von Aleppo übernachtet habe, in der Früh, hatten wir minus zwei Grad Celsius. Denken Sie an jede Mutter, die Kinder hat und in einem Zelt übernachtet.

Hoffnung auf Feuerpause in Aleppo

Berlin/Genf (epd). Nach Berichten über Gräueltaten der vorrückenden syrischen Armee wächst international die Sorge um die Menschen im Osten der umkämpften Stadt Aleppo. Mehr als 100.000 Menschen sollten dort am Dienstag noch in den Rebellengebieten eingeschlossen sein.