Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Käßmann kritisiert deutsche Waffenexporte

Hannover/Berlin (epd). Die evangelische Theologin Margot Käßmann hat die deutschen Waffenexporte scharf kritisiert. "Wir beklagen die Kriege dieser Welt, aber wir verdienen an ihnen", heißt es in einem Beitrag der Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für die "Bild am Sonntag".

Beteiligung am Kölner Friedensmarsch geringer als erwartet

Köln (epd). Die Beteiligung am Friedensmarsch "Nicht mit uns - Muslime und Freunde gegen Gewalt und Terror" am Samstag in Köln ist deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Veranstalter hatten mit rund 10.000 Teilnehmern gerechnet.

Misereor fordert langfristige Friedens- und Flüchtlingspolitik

Aachen (epd). Das katholische Hilfswerk Misereor fordert zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni einen realistischen Blick der internationalen Politik auf die globale Flüchtlingskrise. Weltweit seien mehr als 65 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter fast 41 Millionen als Binnenvertriebene, erklärte das Werk für Entwicklungszusammenarbeit am Freitag in Aachen.

Fachleute fordern mehr Gespräche mit Russland und "neue Ostpolitik"

Loccum/Kr. Nienburg (epd). Russlandkenner haben im aktuellen Ost-West-Konflikt für verstärkte Gespräche mit der russischen Regierung geworben. Viele Werkzeuge und Plattformen dazu seien noch aus der Ära der "Ostpolitik" da, sagte der Berliner evangelische Theologe Konrad Raiser, bei einer bis zum Freitag laufenden Tagung in der Evangelischen Akademie Loccum bei Nienburg.

UN-Staaten verhandeln über Atomwaffen-Verbot - ohne Deutschland

New York/Genf (epd). Bei den Vereinten Nationen haben am Donnerstag die entscheidenden Verhandlungen über ein Verbot von Atomwaffen begonnen. In New York wollen rund 130 Staaten bis zum 7. Juli einen internationalen Vertrag abschließen. Die neun Atomwaffenstaaten, darunter die USA und Russland, nehmen an den Gesprächen nicht teil.

Bundeskabinett verabschiedet neue Leitlinien zu Friedenssicherung

Berlin (epd). Mit neuen Leitlinien für den Umgang mit Konflikten hat die Bundesregierung ihr Bekenntnis zur Friedenssicherung bekräftigt. Der am Mittwoch im Kabinett verabschiedete Katalog zu Krisenprävention, Konfliktbewältigung und Friedensförderung sei eine strategische Weichenstellung, in der sich Deutschland auf hohe Standards verpflichte, heißt es in dem 73-seitigen Papier.

Bundesregierung genehmigt weniger Rüstungsexporte

Berlin (epd). Deutschland hat im vergangenen Jahr weniger Rüstungsexporte genehmigt. 2016 erteilte die Bundesregierung für Rüstungsgüter im Wert von 6,85 Milliarden Euro Ausfuhrgenehmigungen, wie aus dem Rüstungsexportbericht hervorgeht, den das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin beschloss. Das Volumen sank damit im Vergleich zum Vorjahr um rund eine Milliarde Euro.

Ackermann rügt Bundesregierung für Fernbleiben von UN-Konferenz

Trier/Bonn (epd). Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat die Bundesregierung für ihr Fernbleiben von der zweiten Vorbereitungskonferenz der Vereinten Nationen für ein Verbot von Nuklearwaffen kritisiert. Das Argument der Bundesregierung, Deutschland verfüge über keine Atomwaffen, könne nicht überzeugen, sagte der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax am Montag in Trier.

Friedensorganisation IPPNW demonstriert für Atomwaffenverbot - Bundesweiter Aktionstag geplant

Büchel (epd). Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW hat bei einer Protestaktion am Sonntag am Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in der Eifel ein weltweites Atomwaffenverbot gefordert. Derzeit nehme die Gefahr eines Nuklearkrieges zwischen den USA und Russland wieder zu, warnte der schwedische IPPNW-Aktivist Gunnar Westberg. Ein Atomwaffenverbot könne dieses Risiko reduzieren.

Von der Leyen: Bundeswehr bleibt noch Jahre in Afghanistan

Braunschweig (epd). Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) erwartet, dass die Bundeswehr noch viele Jahre in Afghanistan bleiben wird. "Selbst im Kosovo ist die Bundeswehr seit fast 20 Jahren stationiert", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag), zu der auch die "Braunschweiger Zeitung" gehört.