Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Zahl getöteter Zivilisten in Afghanistan nimmt weiter zu

Kabul/Genf (epd). In Afghanistan sind in der ersten Jahreshälfte mehr als 1.600 Zivilisten getötet worden. Die Gewalt gegen Unbeteiligte sei weiter extrem hoch, die Zahl der Selbstmordattentate nehme zu, erklärte das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte am Montag in Kabul und Genf.

Deutsches Rotes Kreuz begrüßt UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen

Berlin (epd). Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) begrüßt den von mehr als 120 Staaten beschlossenen Vertrag über das Verbot von Atomwaffen. "Insbesondere mit Blick auf die Bestimmungen des humanitären Völkerrechts ist dieser Vertrag wegweisend", sagte DRK-Vizepräsident Volkmar Schön am Donnerstag in Berlin.

China schickt Truppen auf erste Überseebasis nach Dschibuti

Genf/Dschibuti (epd). China hat erstmals Soldaten auf einen ausländischen Stützpunkt entsandt. Ein Kriegsschiff mit Soldaten an Bord sei auf dem Weg ins ostafrikanische Dschibuti, berichteten staatliche chinesische Medien am Mittwoch. Dort sollen sie einen Stützpunkt eröffnen, von dem aus China nach eigenen Angaben humanitäre Hilfe und Blauhelmeinsätze im Rahmen der UN koordinieren will.

Nahost-Experte kritisiert Berichterstattung über Krisenregionen

Dortmund (epd). Der Publizist und Nahost-Experte Michael Lüders hat die Berichterstattung über den Krieg in Syrien und andere Konfliktregionen als undifferenziert kritisiert. Das Schema von Gut und Böse, in das Medien die Akteure und Beteiligten gerne einteilten, entspreche keineswegs der Realität, sagte der Politik- und Islamwissenschaftler am Dienstagabend in Dortmund.

Mit Gottvertrauen im Einsatz

Hamburg/Appen (epd). Bevor es losgeht, erholt er sich noch in einem Urlaub in Italien. Für Kirchliche Friedensarbeitr Andreas-Christian Tübler aus Appen (bei Pinneberg) werden es die letzten ruhigen Tage: Am 12. Juli macht er sich auf den Weg zum Flughafen Köln-Bonn - dann geht es mit einer Bundeswehrmaschine nach Afghanistan.

Studie zur Radikalisierung: Jugendliche basteln sich "Lego-Islam"

Osnabrück/Bielefeld (epd). Islamwissenschaftler und Gewaltforscher fordern als Folge einer neuen Studie über die salafistische Jugendszene in Deutschland mehr Präventionsarbeit in Schulen. "Wir brauchen viel mehr Kapazitäten, um Lehrer zu sensibilisieren", sagte der Bielefelder Konfliktforscher Andreas Zick am Montag bei der Vorstellung der Studie in Osnabrück.

Weltausstellung Reformation in Wittenberg lädt zur Themenwoche Frieden ein

Die Weltausstellung Reformation in der Lutherstadt Wittenberg. Sie ist Forum für Menschen aus aller Welt, über die Bedeutung der Reformation damals und heute nachzudenken. 16 Themenwochen sind geplant, bei denen gesellschaftlich brisante Fragen in Workshops, Podiumsdiskussionen, Gottesdiensten, Gesprächsrunden und innovativen Formaten miteinander verhandelt werden.

Über 120 Staaten beschließen Atomwaffenverbot: Ohne Nuklearmächte

Genf/New York (epd). 122 Staaten haben am Freitag in New York ein umfassendes Atomwaffenverbot beschlossen. Wenn er in Kraft tritt, untersagt der völkerrechtlich bindende Vertrag den Einsatz von Atomwaffen ebenso wie deren Herstellung, Besitz, Lagerung und Stationierung.

Nordkorea: Weltkirchenrat mahnt zur Besonnenheit

Genf (epd). Der Weltkirchenrat hat alle Parteien der Krise um Nord-Koreas Atomwaffenprogramm zu Ruhe und Besonnenheit aufgerufen. Eine militärische Konfrontation müsse unter allen Umständen vermieden werden, hieß es in einer Mitteilung des Ökumenischen Rates der Kirchen vom Mittwoch in Genf.