Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Menschenrechtler: Türkei greift Kurden auch mit deutschen Waffen an

Göttingen (epd). Bei ihren Angriffen auf die kurdische Enklave Afrin im Norden Syriens setzt die türkische Armee nach Angaben von Menschenrechtlern auch Waffen aus Deutschland ein. Die deutsche Bundesregierung sei deshalb mitverantwortlich für den Beschuss kurdischer Dörfer, erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker am Montag in Göttingen. 

Humanitäre Krisen: Care beklagt fehlende Aufmerksamkeit

Genf (epd). Die Hilfsorganisation Care International hat zu mehr Unterstützung für die Menschen in den zehn am wenigsten beachteten Krisengebieten aufgerufen. Viele Millionen Kinder, Frauen und Männer in Nordkorea, im Kongo, Eritrea oder Peru litten an Hunger oder seien Gewalt und Naturkatastrophen ausgeliefert, teilte Care am Montag in Genf mit.

AGDF: Rüstungsexporte in die Türkei sofort stoppen

Nach der Ankündigung der Bundesregierung, Waffenlieferungen in Länder zu stoppen, die am Jemen-Krieg beteiligt sind, hält es die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) für angebracht, auch die deutschen Rüstungsexporte an die Türkei wegen ihrer Kriegsbeteiligung in Syrien umgehend einzustellen. „Es kann nicht angehen, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird.

UN brauchen Rekordsumme für Hilfe im Jemen

Sanaa/Genf (epd). Die UN und ihre humanitären Partnerorganisationen brauchen in diesem Jahr mehr als 2,4 Milliarden Euro, um kranken und hungernden Menschen im Jemen zu helfen. Es handele sich um den größten jemals für den Jemen erlassenen Hilfsaufruf, teilte der humanitäre Koordinator der UN in dem arabischen Land, Jamie McGoldrick, am Sonntag in der Hauptstadt Sanaa mit. 

Weltkirchenrat warnt vor Trumps Jerusalem-Politik

Genf/Kairo (epd). Der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit, hat die Jerusalem-Politik von US-Präsident Donald Trump kritisiert. Jerusalem dürfe nicht im ausschließlichen Besitz eines Volkes und einer Religion sein, sagte der norwegische Lutheraner Tveit bei einer Konferenz am Mittwoch in Kairo.

Guterres verlangt mehr Anstrengungen für Lösung von Konflikten

New York/Genf (epd). UN-Generalsekretär António Guterres hat die Regierungen zu verstärkten Anstrengungen zur Schaffung einer friedlichen Welt aufgerufen. Die Staaten müssten enger zusammenarbeiten, um politische Lösungen für die vielen Konflikte wie in Syrien, Jemen und der Ost-Ukraine zu finden, erklärte Guterres am Dienstag in New York. 

Friedensorganisation enttäuscht über Ergebnisse der Sondierungen

Minden (epd). Die Friedensorganisation Bund für Soziale Verteidigung (BSV) hat sich "enttäuscht" über die Ergebnisse der Sondierungsgespräche von Union und SPD geäußert. Außenpolitisch dominiere ein "weiter so mit kleinen Korrekturen", erklärte die Initiative am Montag in Minden. Dies sei angesichts der aktuellen Weltlage deutlich zu wenig.

AGDF zeigt sich von Sondierungsergebnissen „enttäuscht“

Enttäuscht zeigt sich die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden von den bisherigen Ergebnissen der Sondierungsverhandlungen von CDU, CSU und SPD für eine neue Große Koalition. Der Friedensverband vermisst in dem Papier, das die drei Parteien vorgelegt haben, deutliche Ansätze für eine zivile Friedenspolitik.