Guterres verlangt mehr Anstrengungen für Lösung von Konflikten

New York/Genf (epd). UN-Generalsekretär António Guterres hat die Regierungen zu verstärkten Anstrengungen zur Schaffung einer friedlichen Welt aufgerufen. Die Staaten müssten enger zusammenarbeiten, um politische Lösungen für die vielen Konflikte wie in Syrien, Jemen und der Ost-Ukraine zu finden, erklärte Guterres am Dienstag in New York. 

Guterres erläuterte vor der UN-Vollversammlung seine Prioritäten für das Jahr 2018. Er sagte, einige Konflikte hätten sich im vergangenen Jahr verschärft, neue bewaffnete Auseinandersetzungen seien hinzugekommen. Frieden sei oft schwer erreichbar, unterstrich der UN-Generalsekretär. 

Er äußerte die Hoffnung, dass der Konflikt um das Atomwaffenprogramm Nordkoreas ohne Gewalt reguliert werden könne. Ziel müsse es sein, die nuklearen Arsenale auf der koreanischen Halbinsel abzuschaffen. Als weitere Schwerpunkte seiner Arbeit 2018 nannte Guterres den Kampf gegen die Armut und gegen den Klimawandel. Zudem wolle er sich für das geplante UN-Abkommen über Migration einsetzen. 

Die Mobilität der Menschen müsse gefördert werden, sie müsse aber auf geordneten und legalen Wegen organisiert werden. Nach UN-Plänen sollen die Mitgliedsländer das Migrationsabkommen noch in diesem Jahr abschließen. Der frühere UN-Hochkommissar für Flüchtlinge und ehemalige portugiesische Ministerpräsident Guterres übernahm den Posten des UN-Generalsekretärs Anfang 2017.