Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Neue Richtlinien für Rüstungsexporte vermutlich erst 2019

Berlin (epd). Die Bundesregierung vertagt die Überarbeitung der Richtlinien für den Export von Rüstungsgütern ins nächste Jahr. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Mittwoch bei ihrer Befragung im Bundestag, sie verspreche, die Bundesregierung werde spätestens im ersten Halbjahr 2019 damit fertig sein.

Forscher: Rüstungsgeschäfte auf rund 400 Milliarden Dollar gestiegen

Stockholm/Osnabrück (epd). Die 100 weltgrößten Rüstungskonzerne haben nach Angaben von Friedensforschern im vergangenen Jahr ihren Umsatz erhöht. 2017 verkauften die Unternehmen Waffen und militärische Dienstleistungen im Wert von 398,2 Milliarden US-Dollar (349,6 Milliarden Euro), wie das Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag in Stockholm mitteilte.

WHO: Rund 10.000 Tote im Jemen-Krieg

Genf (epd). Im Jemen-Krieg sind seit März 2015 laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 9.900 Menschen getötet worden. Gleichzeitig hätten rund 60.200 Menschen Verletzungen erlitten, teilte die WHO am Montag in Genf mit. Insgesamt seien somit bis Ende Oktober 2018 mehr als 70.000 Kinder, Frauen und Männer zu Opfern der Gewalt geworden.

Friedensnobelpreisträger nehmen Weltgemeinschaft in die Pflicht

Oslo (epd). Vor der feierlichen Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo haben der kongolesische Arzt Denis Mukwege und die jesidische Aktivistin Nadia Murad die Weltgemeinschaft in die Pflicht genommen. Konkrete Schritte gegen sexuelle Gewalt als Waffe in Kriegen und Konflikten seien unabdingbar, betonten die beiden Preisträger am Sonntag in Oslo.

Vatikan kritisiert Russland für Destabilisierung der Ukraine

Rom (epd). Der Vatikan hat Russland indirekt für sein Vorgehen in der Ukraine kritisiert. Unter Anspielung auf die Annexion der Krim und die Einflussnahme Moskaus auf die Ostukraine forderte der vatikanische "Außenminister" Paul Richard Gallagher Vatikanangaben vom Freitag zufolge beim OSZE-Außenministertreffen, "auf Aktionen zur Destabilisierung von Nachbarländern zu verzichten".

Kriegsparteien im Jemen zum Schutz der Zivilbevölkerung aufgefordert

Berlin (epd). "Ärzte ohne Grenzen" hat zum Auftakt der Gespräche zum Jemen-Konflikt in Schweden alle Kriegsparteien aufgefordert, das Leid der Bevölkerung zu lindern. Zudem müsse der Schutz von Krankenhäusern und Gesundheitspersonal gewährleistet sein, erklärte die Nothilfeorganisation am Donnerstag in Berlin. "Geld allein ist nicht genug.

Altbundespräsident Köhler eröffnet Westsahara-Gespräche in Genf

Genf (epd). Nach sechsjähriger Pause gibt es neue Gespräche über die Zukunft der Westsahara. Auf Einladung des UN-Sondergesandten, Altbundespräsident Horst Köhler, kamen am Mittwoch in Genf Vertreter Marokkos, Algeriens, Mauretaniens sowie der Unabhängigkeitsbewegung Polisario zusammen.

Trittin macht sich für Rüstungsexportkontrollgesetz stark

Frankfurt a.M. (epd). Der Grünen-Politiker Jürgen Trittin unterstützt die Forderung der Evangelischen Kirche (EKD) nach einem Rüstungsexportkontrollgesetz. Exportkontrollen müssten "rechtlich verbindlich und einklagbar sein", sagte Trittin am Montagabend in der Evangelischen Akademie Frankfurt am Main. Es seien schärfere Kriterien notwendig.

Maas kündigt Initiative für globale Rüstungskontrolle an

Osnabrück (epd). Bundesaußenminister Heiko Maas will eine globale Abrüstungsinitiative starten, um neuartige Waffensysteme einer Kontrolle zu unterwerfen. "Es muss alles auf den Tisch. Unsere Regeln müssen mit der technologischen Entwicklung immer neuer Waffenarten Schritt halten", sagte der SPD-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Sonnabend).