Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Zahl der Toten bei den Protesten in Venezuela gestiegen

Berlin/Caracas (epd). Bei den jüngsten gewaltsamen Protesten gegen die Regierung in Venezuela hat es mindestens vier Tote gegeben. Ein 14- und ein 16-Jähriger erlagen ihren Schussverletzungen, wie die Menschenrechtsorganisation OVCS (Observatorio Venezolano Conflictividad Social) am Donnerstag auf Twitter mitteilte.

Opposition kämpft um die Macht in Venezuela

Berlin/Caracas (epd). In Venezuela hat die Opposition zum endgültigen Sturz von Präsident Nicolás Maduro aufgerufen. Die Entmachtung Maduros sei nicht mehr aufzuhalten, schrieb der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó am Dienstag via Kurznachrichtendienst Twitter. Volk und Streitkräfte seien vereint.

Höchststand bei globalen Rüstungsausgaben sorgt für Kritik

Berlin/Stockholm (epd). Für Waffen und Kriegsgerät ist 2018 weltweit so viel Geld ausgegeben worden wie zuletzt vor 30 Jahren - und das sorgt für heftige Kritik. In Deutschland forderten Linke und Grüne sowie das Hilfswerk "Brot für die Welt" am Montag ein Umdenken und mehr Investitionen in Klimaschutz und Krisenbewältigung.

Vom Frieden immer weiter entfernt

Bamako (epd). Kaum eine Woche vergeht, ohne dass aus dem westafrikanischen Mali ein Anschlag auf malische Militärs oder auf UN-Soldaten gemeldet wird - oder ein Massaker an Zivilisten. Dabei haben die Vereinten Nationen seit Sommer 2013 im Rahmen der Mission Minusma Friedenstruppen unter deutscher Beteiligung in Mali stationiert. Inzwischen sind es bis zu 13.000 Soldaten und 1.700 Polizisten.

Kurschus besorgt über zunehmende Abschottung in Europa

Bielefeld/Köln (epd). Die westfälische Präses Annette Kurschus hat sich besorgt über zunehmende Abgrenzung und Abschottung in Europa geäußert. Europa werde immer mehr zur Festung, allerorten gewinne nationaler Egoismus an Boden, sagte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen, am Donnerstag im WDR-Radio. Schlagbäume und Stacheldrahtzäune würden errichtet.

Ein Urteil zu sexueller Gewalt in Ruanda schrieb Rechtsgeschichte

Den Haag (epd). Die grauenhaften Taten von Jean-Paul Akayesu führten zu einem wegweisenden Richterspruch: Der frühere Bürgermeister der ruandischen Stadt Taba ist der erste Mann, der jemals wegen des Einsatzes von Vergewaltigung als Kriegswaffe verurteilt wurde.

UN-Beauftragte: Sexuelle Gewalt im Krieg bleibt meist ungesühnt

Frankfurt a.M./New York (epd). Vor zehn Jahren wurde erstmals eine UN-Beauftragte zu sexueller Gewalt in Konflikten eingesetzt. Die derzeitige Amtsinhaberin, die Frauenrechtlerin Pramila Patten (60) aus Mauritius, sieht seitdem deutliche Fortschritte, aber auch Lücken, vor allem in der Verfolgung von Straftätern.