Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Umfrage: Jeder zweite lehnt Bundeswehr-Einsatz in Nordsyrien ab

Augsburg (epd). Knapp die Hälfte der Bundesbürger lehnt laut einer Umfrage eine Beteiligung der Bundeswehr an einer möglichen internationalen Sicherheitszone in Syrien ab. Insgesamt 49 Prozent der Befragten erklärten, sie seien gegen eine deutsche militärische Beteiligung, wie aus einer repräsentativen Online-Erhebung des Instituts Civey für die "Augsburger Allgemeine" (Samstag) hervorgeht.

Bundestag verlängert Anti-IS-Einsatz der Bundeswehr

Berlin (epd). Der Bundestag hat für eine Fortsetzung der Beteiligung der Bundeswehr am Einsatz gegen den "Islamischen Staat" (IS) im Irak gestimmt. Bei der namentlichen Abstimmung votierten am Donnerstag 343 Abgeordnete mit ja, 274 Parlamentarier stimmten dagegen. Es gab drei Enthaltungen.

Menschenrechtler: Hunderte Syrer rechtswidrig aus Türkei abgeschoben

Frankfurt a.M./Berlin (epd). Menschenrechtler werfen der Türkei vor, Hunderte Syrerinnen und Syrer rechtswidrig abgeschoben zu haben. "Bereits Monate vor dem Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien schob die Türkei syrische Flüchtlinge in das vom Krieg zerrüttete Land ab", erklärte Amnesty International am Freitag in Berlin.

Nordsyrien: Kurdische Gemeinde wirft Kirchen Schweigen vor

Frankfurt a.M. (epd). Die Kurdische Gemeinde in Deutschland wirft den beiden großen christlichen Kirchen vor, zu dem Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien geschwiegen zu haben. "Bis auf einzelne mahnende Stimmen geben sich beide Kirchen sehr bedeckt.

UN: 176.000 Menschen auf der Flucht in Nordost-Syrien

Genf/Frankfurt a.M. (epd). Die türkische Militäroffensive gegen kurdische Milizen in Nordost-Syrien hat laut den Vereinten Nationen verheerende Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung. Mehr als 176.000 Menschen seien vor der Gewalt geflohen, darunter fast 80.000 Kinder, teilte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe in Damaskus am Dienstag mit.

Hohe Hürden für AKK

Genf (epd). Auf dem Papier sieht der Vorschlag gut aus. Eine internationale Truppe soll eine Sicherheitszone im Norden Syriens schaffen, zur Deeskalation der Gewalt beitragen und eine Heimkehr von Flüchtlingen in dem Bürgerkriegsland ermöglichen. Russland und die Türkei sollen einbezogen werden.

10.000 Demonstranten protestieren in Köln gegen Einmarsch in Syrien

Köln (epd). Rund 10.000 Menschen haben nach Polizeiangaben am Samstag in Köln überwiegend friedlich gegen den Einmarsch des türkischen Militärs in Nordsyrien protestiert. Die Demonstration stand unter dem Motto "Gegen den türkischen Angriffskrieg in Nordsyrien - Solidarität mit Rojava". Die Kölner Demonstration war die größte der Protestaktionen am Wochenende.

"Ein Autokrat wie Erdogan erträgt das nicht"

Göttingen (epd). Die Brandwunden bedecken Brust, Bauch, Hals und den linken Arm von Mohammad. "Hier sieht man es noch deutlicher", sagt Ali und scrollt auf seinem Handy zu einem anderen Bild. Der 12-jährige Junge sei am Donnerstag im syrischen Kurdengebiet verletzt worden: "Bei einem türkischen Angriff. Wahrscheinlich mit Napalm oder so."