Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Uni-Institut: Ein Krieg weniger in der Welt

Hamburg (epd). Weltweit wurden in diesem Jahr 27 Kriege und bewaffnete Konflikte gezählt. Gegenüber dem Vorjahr sei das ein kriegerischer Konflikt weniger gewesen, teilte die Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (Akuf) der Universität Hamburg am Montag mit. Im Sudan seien die Kämpfe in den Regionen Südkordofan und Blauer Nil zu Ende gegangen.

UN-Hochkommissar drängt auf dauerhaften Frieden im Südsudan

Genf (epd). Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, hat Regierung und Rebellen im Südsudan aufgefordert, mehr Anstrengungen für einen dauerhaften Frieden zu unternehmen. Trotz der Unterzeichnung eines Friedensvertrags im September 2018 sei die Lage weiter kritisch, erklärte Grandi am Freitag in Genf.

Gericht soll Schuld von Unternehmen im Jemen-Krieg prüfen

Berlin/Den Haag (epd). Menschenrechtsorganisationen haben den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag aufgefordert, die Verantwortlichkeit europäischer Rüstungsfirmen für Kriegsverbrechen im Jemen zu prüfen.

Rotkreuz-Chef: Angriffe auf Zivilisten in Konflikten nehmen zu

Genf (epd). Der Präsident der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, Francesco Rocca, fordert einen konsequenteren Schutz der Zivilbevölkerung in Krisen- und Konfliktgebieten. "Staaten müssen diskutieren, wie Zivilisten besser geschützt werden können", sagte Rocca dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Rand der Internationalen Rotkreuz-Konferenz in Genf.

Äthiopiens Ministerpräsident Abiy nimmt Friedensnobelpreis entgegen

Oslo/Aachen (epd). Der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed hat in Oslo den Friedensnobelpreis entgegengenommen. Zu Beginn seiner Rede am Dienstag dankte er dem eritreischen Präsidenten Isayas Afewerki. Dessen guter Wille, Vertrauen und Einsatz hätten den Frieden zwischen Äthiopien und Eritrea erst ermöglicht.

Friedensforscher: Waffenkäufe für mehr als 400 Milliarden Dollar

Stockholm (epd). Die 100 größten Rüstungskonzerne der Welt (ohne China) machen nach Analysen von Friedensforschern weiter glänzende Geschäfte: Die Firmen verkauften im vergangenen Jahr Waffen und militärische Dienstleistungen im Wert von 420 Milliarden US-Dollar (380 Milliarden Euro), wie das internationale Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag in Stockholm mitteilte.

Afghanistan-Experte Nachtwei gegen Abzug der Bundeswehr

Schwerte (epd). Winfried Nachtwei, früherer Bundestagsabgeordneter der Grünen, hat vor einem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan gewarnt. Entscheidend sei es, humanitäre Zugänge auf der "untersten Ebene" freizuhalten, sagte der Afghanistan-Experte seiner Partei am Sonntag auf einer Podiumsdiskussion der Evangelischen Akademie Villigst in Schwerte.