Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

EU-Mission "Irini" im Mittelmeer offiziell angelaufen

Brüssel (epd). Die nach einer griechischen Friedensgöttin benannte neue EU-Militärmission "Irini" im Mittelmeer ist am Dienstag offiziell angelaufen. Die Nachfolgerin von Operation "Sophia" soll das Waffenembargo gegen Libyen überwachen und ist nicht auf die Rettung von Flüchtlingen ausgerichtet, wie der Außenbeauftragte Josep Borrell in Brüssel erklärte.

ELN-Guerilla verkündet wegen Corona-Pandemie Waffenpause

Berlin/Bogotá (epd). Die marxistische ELN-Guerilla in Kolumbien will wegen der Corona-Pandemie die Waffen ruhen lassen. Die Rebellengruppe rief "als humanitäre Geste" eine einseitige Waffenruhe vom 1. bis zum 30. April aus, wie der Fernsehsender Telesur am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf die ELN meldete.

UN-Generalsekretär begrüßt Corona-Waffenruhe auf den Philippinen

Genf/Manila (epd). Die Vereinten Nationen haben die von den kommunistischen Rebellen auf den Philippinen verkündete vorläufige Waffenruhe während der Corona-Krise begrüßt. Zugleich ermutige UN-Generalsekretär António Guterres die Konfliktparteien, eine dauerhafte politische Lösung für den langjährigen Konflikt zu finden, sagte ein UN-Sprecher am Donnerstag in Genf. 

Bundestag beschließt weiteren Anti-IS-Einsatz der Bundeswehr

Berlin (epd). Der Bundeswehreinsatz im Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) wird ohne die von Deutschland bereitgestellten Tornado-Aufklärungsflugzeuge fortgesetzt. Der Bundestag beschloss am Mittwoch in Berlin einen Antrag zur Ergänzung des Einsatzes bewaffneter deutscher Streitkräfte.

Fünf Jahre Jemen-Krieg: Hilfswerke fordern Ende der Gewalt

Berlin (epd). Fünf Jahre nach Beginn des Jemen-Kriegs beklagen Hilfswerke verheerende Auswirkungen der Gewalt. Die humanitäre Not mache die Bevölkerung besonders anfällig für schwer oder tödlich verlaufende COVID-19-Erkrankungen, warnte die Entwicklungsorganisation Oxfam am Dienstag in Berlin. Im Jemen treffe die Corona-Pandemie auf eine von Krieg und Krankheit geschwächte Bevölkerung.

USA kürzen Hilfe für Afghanistan um eine Milliarde Dollar

Dubai/Washington (epd). Die US-Regierung kürzt wegen eines politischen Stillstands in Afghanistan ihre Hilfen für das Land um eine Milliarde US-Dollar. Als Grund nannte US-Außenminister Mike Pompeo nach einem Besuch in Kabul den politischen Machtkampf und das Stocken der Friedensbemühungen, wie das Ministerium am Montagabend (Ortszeit) in Washington mitteilte.

Burkina Faso: "Jeden Tag müssen Tausende fliehen"

Genf/Ouagadougou (epd). Eine beispiellose Welle von Terror und Gewalt hat in Burkina Faso eine humanitäre Katastrophe ausgelöst, deren Ende nicht in Sicht ist. "Jeden Tag müssen Tausende fliehen", sagte Kristina Rauland-Yambré von der Organisation "Help - Hilfe zur Selbsthilfe" dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Rund 60 Organisationen und Verbände fordern umfassendes Rüstungsexportverbot für Jemen-Militärkoalition

Zahlreiche Organisationen aus der Entwicklungs-, Friedens- und Menschenrechtspolitik sowie humanitäre Hilfsorganisationen, darunter auch die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), haben in einem Offenen Brief Bundeskanzlerin Angela Merkel und weitere Mitglieder der Bundesregierung nachdrücklich aufgefordert, das im September vergangenen Jahres gegenüber Saudi-Arabien verlängerte Rüs

Bundestag beschließt Verlängerung von Afghanistan-Mandat

Berlin (epd). Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan wird um ein weiteres Jahr verlängert. Der Bundestag beschloss am Freitag eine Fortsetzung des Mandats um ein weiteres Jahr bis zum 31. März 2021. 358 Abgeordnete stimmten für die Verlängerung, 160 dagegen. 21 Parlamentarier enthielten sich. 

Viele Kämpfe im Nahen Osten und Nordafrika

Heidelberg (epd). Der Nahe Osten und Nordafrika sind im vergangenen Jahr die Regionen mit den meisten Kriegen gewesen. Laut dem Konfliktbarometer 2019 wurden insgesamt acht Kriege in Afghanistan, Ägypten, Syrien, Libyen, Jemen und der Türkei geführt, wie das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung (HIIK) am Freitag mitteilte.