Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Afghanistan: 2019 über 110 Menschen durch Sowjet-Landminen getötet

Dubai/Kabul (epd). Auch 31 Jahre nach dem Abzug der Sowjetunion aus Afghanistan sterben noch immer Menschen durch sowjetische Landminen und andere Explosionsmunition. Im vergangenen Jahr wurden in Afghanistan mehr als 110 Zivilisten durch solche Explosionswaffen getötet und mindestens 130 verletzt, wie der afghanische Sender "Tolo News" am Donnerstag berichtete.

Kabinett beschließt Verlängerung von Afghanistan-Einsatz

Berlin (epd). Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan soll um ein weiteres Jahr verlängert werden. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin eine Fortsetzung des Mandats bis zum 31. März 2021. Über die Verlängerung des Einsatzes, der nach jetzigem Beschluss Ende März auslaufen würde, muss der Bundestag noch entscheiden.

Helfer: Katastrophale Lage in Idlib

Frankfurt a.M. (epd). Nach fast neun Jahren Krieg in Syrien zeichnet sich Helfern zufolge eine neue humanitäre Katastrophe unermesslichen Ausmaßes ab.

UN kritisieren anhaltende Gewalt in Syrien

Frankfurt a.M./Genf (epd). Die Vereinten Nationen haben die andauernden Bombenangriffe der syrischen Regierung im Norden des Landes scharf kritisiert. Die UN-Hochkommissarin Michelle Bachelet bezeichnete die Attacken am Dienstag in Genf als "willkürlich und unmenschlich". Es sei unglaublich grausam, Familien zu bombardieren, die unter den Resten von Plastikplanen in Eiseskälte leben.

Anhaltende Gewalt überschattet Libyen-Gespräche der UN

Genf (epd). Überschattet von anhaltender Gewalt sind die Konfliktparteien Libyens zu einer zweiten Runde indirekter Gespräche über einen Waffenstillstand zusammengekommen. Unmittelbare Verhandlungen hätten noch nicht stattgefunden, erklärte der UN-Sonderbeauftragte für Libyen Ghassan Salamé am Dienstag in Genf.

Libyen: EU will wieder mit Schiffen im Mittelmeer patrouillieren

Brüssel (epd). Die EU will zur Überwachung des Waffenembargos gegen Libyen wieder mit Schiffen auf dem Mittelmeer patrouillieren, nachdem diese im Streit um die Rettung von Flüchtlingen abgezogen worden waren. Sie sollten im östlichen Mittelmeer eingesetzt werden, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) nach einem EU-Ministerrat am Montag in Brüssel.

Indiens Oberstes Gericht erlaubt Kampfeinsatz von Frauen

Dubai/Neu-Delhi (epd). Indiens Armee muss sich weiter für Frauen öffnen: Das Oberste Gericht bestätigte am Montag in einer historischen Entscheidung, dass Soldatinnen auch in Kampfeinheiten dienen dürfen, wie der indische Sender NDTV berichtete.

Fehlende Unterstützung für Kriegsdienstverweigerer beklagt

Bonn/Mannheim (epd). Kriegsdienstverweigerer in Europa sind nach Angaben von Friedensaktivisten nach wie vor oft Diskriminierungen ausgesetzt. Weiterhin kritisch sei die Lage in der Türkei, wo Kriegsdienstverweigerer verfolgt würden, hieß es in dem am Sonntag in Bonn veröffentlichten Jahresbericht des Europäischen Büros für Kriegsdienstverweigerung (EBCO).

UN-Botschafter: Klimawandel wirkt sich auf Sicherheit aus

Düsseldorf (epd). Deutschlands UN-Botschafter Christoph Heusgen sieht im Klimawandel eine Bedrohung für den Frieden in der Welt. "Klimawandel, Flucht von Menschen vor Hitze und Trockenheit oder Anstieg des Meeresspiegels bedeutet Destabilisierung betroffener Länder", sagte Heusgen der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitag). "Das wird ein neues großes Problem für den Frieden.