Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Bündnis fordert Rüstungsexportstopp für Jemen-Militärkoalition

Bonn/Berlin (epd). Ein Bündnis von 32 Organisationen aus der Entwicklungs-, Friedens- und Menschenrechtspolitik fordert einen Rüstungsexportstopp für alle Länder, die sich an der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition im Jemen-Krieg beteiligen.

Misereor ruft Bundesregierung zu mehr Engagement in Syrien auf

Aachen (epd). Das katholische Hilfswerk Misereor fordert ein stärkeres Engagement der Bundesregierung im syrischen Bürgerkrieg. "Auch wenn der Konflikt militärisch entschieden scheint, ist eine Friedensperspektive weit entfernt", sagte Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel am Donnerstag in Aachen.

Bundeswehreinsätze in Südsudan und Darfur verlängert

Berlin (epd). Die Beteiligung der Bundeswehr an internationalen Einsätzen im Südsudan und in der westsudanesischen Region Darfur wird fortgesetzt. Der Bundestag beschloss am Donnerstag in Berlin die Verlängerung beider Mandate. An der Mission der Vereinten Nationen im Südsudan (Unmiss) nehmen demnach noch ein weiteres Jahr bis zu 50 deutsche Soldatinnen und Soldaten teil.

Deutscher Anti-IS-Einsatz künftig ohne Tornado-Aufklärungsmission

Berlin (epd). Der Bundeswehreinsatz im Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) soll künftig ohne die von Deutschland bereitgestellten Tornado-Aufklärungsflugzeuge fortgesetzt werden. Das Kabinett beschloss am Mittwoch in Berlin einen Antrag zur Ergänzung des Einsatzes bewaffneter deutscher Streitkräfte.

Hoher Preis für Frieden: Kabul lässt Taliban-Kämpfer frei

Dubai/Kabul (epd). Afghanistans Präsident Aschraf Ghani will den Weg zu Friedensgesprächen mit den radikal-islamischen Taliban freimachen. Der Staatschef ordnete nach anfänglichem Zögern die Freilassung von 5.000 inhaftierten Taliban-Kämpfern an, wie der TV-Sender Tolo News am Mittwoch berichtete.

Rüstungsexporte an Türkei über rund 32 Millionen Euro genehmigt

Berlin (epd). Für Rüstungsexporte in die Türkei hat Deutschland im vergangenen Jahr Genehmigungen im Wert von fast 32 Millionen Euro erteilt. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, waren nach vorläufigen Zahlen darunter zwar keine Kriegwaffen.

Malis Islamisten erklären sich zu Verhandlungen mit Regierung bereit

Genf/Bamako (epd). Malische Islamisten haben sich prinzipiell zu Verhandlungen mit der Regierung bereit erklärt, um den blutigen Konflikt im Sahelstaat zu beenden. Das Al-Kaida nahe stehende Terrorbündnis JNIM habe dies auf seiner Webseite erklärt, berichtete die auf Terrorismus in der Region spezialisierte Agentur Menastream am Montag auf Twitter.

Friedensforscher: Boom im globalen Waffenhandel hält an

Frankfurt a.M./Stockholm (epd). Der Boom im globalen Rüstungsgeschäft hält an: Der weltweite Waffenhandel wuchs im Zeitraum 2015 bis 2019 um 5,5 Prozent im Vergleich zu den Jahren 2010 bis 2014, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag bekanntgab. Verglichen mit dem Zeitraum 2005 bis 2009 war dies ein Anstieg um 20 Prozent.

Anschlag auf Feier in Kabul mit mindestens 29 Toten

Dubai/Kabul (epd). Bei einem Angriff auf eine Versammlung von Oppositionspolitikern in Kabul sind am Freitag mindestens 29 Menschen getötet worden. Wie der afghanische Sender "Tolo News" unter Berufung auf Oppositionsführer Abdullah Abdullah berichtete, wurden zudem mehr als 50 Menschen verletzt. Auch zwei Angreifer wurden den Angaben zufolge getötet.

Viele Waffen, wenig Hoffnung

Genf/Juba (epd). Mit einer Umarmung besiegelten Südsudans Präsident Salva Kiir und sein ewiger Widersacher Riek Machar vor zwei Wochen den Frieden - wieder einmal. Seit der Unabhängigkeit des Landes 2011 haben die mächtigen Anführer der beiden größten Ethnien in dem ostafrikanischen Land immer wieder versprochen zusammenzuarbeiten. Stattdessen führten sie die vergangenen sechs Jahre Krieg.