Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Putschisten in Mali versprechen Wahlen

Frankfurt a.M./Bamako (epd). Nach einem Putsch im westafrikanischen Mali hat das Militär den Übergang zu einer zivilen Regierung versprochen. Der Anführer der aufständischen Soldaten, Ismaël Wagué, kündigte in einer Fernsehansprache am Mittwochmorgen Neuwahlen an. Zugleich verhängte die Militärjunta eine Ausgangssperre und schloss die Grenzen. Der Putsch wurde international verurteilt.

Umsturz in Mali

Nairobi (epd). In Mali haben Militärs die Macht übernommen. Präsident und Regierung sind zurückgetreten, das Parlament ist aufgelöst. Trotz internationaler Militärmissionen war das westafrikanische Land immer tiefer ins Chaos gerutscht. Die Chronik einer langen Krise:  Kam der Putsch überraschend? 

Maas wirbt in Libyen für demilitarisierte Zone

Berlin/Tripolis (epd). Außenminister Heiko Maas (SPD) hat bei einer Reise nach Libyen die Konfliktparteien zur Kompromissbereitschaft aufgerufen. In Tripolis sagte Maas am Montag bei einer Pressekonferenz, beide Seiten und ihre internationalen Verbündeten rüsteten das Land weiter massiv auf und hielten an Vorbedingungen für einen Waffenstillstand fest.

Mutiger Aufbruch am Nil

Frankfurt a.M./Khartum (epd). Drei Jahrzehnte lang war Omar al-Baschir im Sudan gefürchtet, nun sitzt er hinter Gittern. In beiger Hose und Hemd erschien der Ex-Diktator Ende Juli vor einem Gericht in Khartum, trug wegen Corona Maske und Handschuhe, wie Fotos zeigen. Al-Baschir soll sich wegen seines Militärputsches von 1989 verantworten.

Afghanistan: Präsident unterzeichnet Dekret für Taliban-Freilassung

Dubai/Kabul (epd). Afghanistans Präsident Aschraf Ghani will 400 Taliban-Gefangene freilassen und damit den Weg für Verhandlungen mit den Aufständischen ebnen. Ghani unterzeichnete ein entsprechendes Dekret am Montagabend, wie der afghanische TV-Sender "Tolo News" berichtete. Am Sonntag hatte Afghanistans traditionelle Stammesversammlung grünes Licht für die Gefangenenfreilassung gegeben.

Pax-Christi-Gruppe fordert von SPD Abzug von US-Atombomben

Bonn/Büchel (epd). Bonner Mitglieder der internationalen katholischen Friedensbewegung Pax Christi fordern von der SPD eine konkrete Positionierung zum Abzug der auf dem Fliegerhorst Büchel vermuteten US-Atombomben.

30 Länder für ein Verbot von Killerrobotern

Genf (epd). Für ein klares internationales Verbot von sogenannten Killerrobotern sprechen sich laut einer Studie 30 Länder aus. Österreich und der Vatikan seien die einzigen europäischen Staaten unter den entschiedenen Verbotsbefürwortern, erklärte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch am Montag in Genf. 

Malische Regierung macht Vorschläge für Lösung der politischen Krise

Frankfurt a.M. (epd). Im westafrikanischen Mali gibt es Fortschritte bei der Lösung der  politischen Krise. Ministerpräsident Boubou Cissé stellte am Wochenende einen Plan für die Beilegung des Machtstreits mit der Opposition vor, wie der Sender RFI am Sonntag berichtete. Zudem wurden neun neue Verfassungsrichter ernannt.