Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Fast 250 Todesopfer bei Protesten gegen Myanmars Militärregime

Frankfurt a.M./Mandalay (epd). Trotz zunehmender tödlicher Gewalt durch Polizei und Soldaten sowie steigender Opferzahlen in Myanmar gehen die Proteste der Bevölkerung weiter. Mancherorts änderten die Demonstranten ihre Taktik, um einer neuen Niederschlagung zu entgehen.

Unterschriftensammlung für Volksinitiative startet

Hamburg (epd). Ein Hamburger Friedensbündnis startet am (morgigen) Sonnabend eine Volksinitiative gegen Rüstungsexporte. Ziel sei es, dass Senat und Bürgerschaft innerhalb eines Jahres eine Rechtsgrundlage schaffen, die den Transport und Umschlag von Rüstungsgütern über den Hamburger Hafen verbiete, kündigte das Bündnis an.

Kabinett billigt weitere Bundeswehrbeteiligung an EU-Marinemissionen

Berlin (epd). Das Bundeskabinett hat eine Verlängerung der Bundeswehreinsätze im Mittelmeer und am Horn von Afrika gebilligt. Wie die Bundesregierung am Mittwoch mitteilte, sollen deutsche Streitkräfte weiter an den EU-Marinemissionen "Irini" und "Atalanta" teilnehmen. Voraussitzung ist die Zustimmung des Bundestags. 

Vereinte Nationen alarmiert über steigende Opferzahlen in Myanmar

Genf/Yangon (epd). Angesichts der eskalierenden Gewalt durch das Militär in Myanmar zeigen sich die Vereinten Nationen zunehmend alarmiert. Das Militär müsse das Töten sofort beenden und alle Inhaftierten freilassen, forderte am Dienstag die Sprecherin des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte in Genf, Ravina Shamdasani.

Grüne: Afghanistan-Mandat ist von maximaler Unklarheit geprägt

Berlin (epd). Die stellvertretende Grünen-Fraktionschefin Agnieszka Brugger fordert von der Bundesregierung mehr Klarheit zu den Plänen für Afghanistan. Der aktuelle Antrag zur Verlängerung des Bundeswehreinsatzes sei von "maximaler Unklarheit" geprägt und stecke voller Widersprüche, sagte die Bundestagsabgeordnete dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Waffenhandel nahezu auf höchstem Stand seit Ende des Kalten Krieges

Berlin/Stockholm (epd). USA, Frankreich und Deutschland haben ihre Waffenexporte nach Angaben des Friedensforschungsinstituts Sipri in den vergangenen fünf Jahren beträchtlich gesteigert. Dagegen waren die Ausfuhren Russlands und Chinas rückläufig, wie das Institut in Stockholm bekanntgab. Dennoch gehörten auch diese beiden Länder weiter zu den "Top 5" der Waffenexporteure.

Friedensbeauftragter erinnert an zehn Jahre Krieg in Syrien

Bremen (epd). Der Friedensbeauftragte der Bremischen Evangelischen Kirche, Pastor Jasper von Legat, hat die Bundesregierung aufgefordert, sich stärker für eine Ende des seit zehn Jahren in Syrien wütenden Bürgerkriegs einzusetzen. Die Menschen, insbesondere die Kinder, litten unter andauernder Gewalt, Angst und Tod, sagte er am Freitag.

Die große Tragödie des 21. Jahrhunderts

Genf (epd). Der Beginn des Syrienkonflikts jährt sich zum zehnten Mal. Nach einer Dekade von Gewalt, Flucht und Elend ist kein Ende des Krieges in Sicht.

Weitere Tote in Myanmar - Sicherheitsrat verurteilt Gewalt

Frankfurt a.M./Yangon (epd). Bei den andauernden Protesten gegen das Militärregime in Myanmar hat es erneut Tote gegeben. In der Stadt Myaing im Zentrum des Landes wurden sieben Menschen erschossen, wie die Mediengruppe "Eleven Myanmar" unter Berufung auf Augenzeugen am Donnerstag berichtete. Zehn weitere Menschen seien verletzt worden.

Zehn Jahre Syrien-Krieg: Guterres fordert friedliche Lösung

New York/Frankfurt a.M. (epd). Zehn Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs in Syrien hat UN-Generalsekretär António Guterres mehr Anstrengungen für eine friedliche Lösung des Konflikts gefordert. Die Konfliktparteien müssten ein politisches Abkommen zur Beendigung dieses "schrecklichen Krieges" vereinbaren, verlangte Guterres am Mittwoch (Ortszeit) in New York.