Eine Vielzahl von Menschen, Initiativen und Organisationen engagiert sich vor Ort und überregional vernetzt für den Frieden. Sie verbindet u.a. der Einsatz gegen Krieg, Rüstung, Atomwaffen und für friedliche Konfliktbearbeitung.
Berlin (epd). Mehrere zehntausend Menschen haben am Donnerstag in Berlin gegen Krieg in Europa und Nahost demonstriert. Im Mittelpunkt standen die Kritik an der Unterstützung der Ukraine und Israels mit Waffen, die Forderung nach Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine sowie nach einem Ende des Gaza-Krieges.
Am Tag der Deutschen Einheit widmen sich in Berlin mehrere Veranstaltungen internationalen Konflikten. Besonders eine Demonstration von Kriegsgegnern sorgt für Diskussionen.
Gegen die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine und für Verhandlungen will die Friedensbewegung in Berlin demonstrieren. Dazu werden unter anderem Sahra Wagenknecht und Ralf Stegner erwartet. Beide stehen für das breite Spektrum des Protests.
Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) lehnt die geplante Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland ab. Stattdessen ist es nach Ansicht des Friedensverbandes wichtig, alternative Ansätze zu militärischer Aufrüstung und Stärke bekannter zu machen. Dazu gehöre ein Umdenken und Umsteuern in der Sicherheits- und Friedenspolitik.
Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh ist der neue Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). Der frühere badische Landesbischof wurde auf einer Mitgliederversammlung in Berlin-Spandau einstimmig gewählt. Er ist Nachfolger von Christine Busch aus Düsseldorf, die seit 2017 an der Spitze des Friedensverbandes stand.
Kiel (epd). Für Rüstungskonzerne müsste es nach den Worten von Jonah Fischer vom Bündnis „Rheinmetall Entwaffnen“ strengere Gesetze geben. Nach den beiden Weltkriegen hätten sie keine Waffen mehr produzieren dürfen, sondern hätten zum Beispiel dem Eisenbahnbau zugeliefert.
Leverkusen (epd). Das Netzwerk Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG) ruft für Freitag (9. August) in Leverkusen zu einer Protestaktion wegen der Verwendung des Entlaubungsmittels Agent Orange im damaligen Vietnamkrieg auf. Der Protest findet einen Tag vor dem Internationalen Gedenktag für die Opfer des Agent Orange-Einsatzes in Vietnam statt, wie das Netzwerk am Donnerstag mitteilte.
Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Friedrich Kramer, hat die Staatengemeinschaft dazu aufgerufen, alles für eine atomwaffenfreie Welt zu tun. „Hiroshima und Nagasaki. Das war unendliches Leid.
Osnabrück (epd). Die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, warnt vor der Stationierung von US-Langstreckenwaffen in Deutschland. „Damit lassen sich Ziele in Russland angreifen, aber unser Land kann auch sehr schnell selbst zum Angriffsziel werden“, sagte sie im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag/Online).
Berlin (epd). Die internationale katholische Friedensbewegung „Pax Christi“ hat von der Bundesregierung die Anerkennung des Staates Palästina gefordert, wie es bereits mehr als 140 UN-Mitgliedsstaaten getan haben.