Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Mützenich: "Nicht damit abfinden, mit Russland im Krieg zu leben"

Berlin (epd). Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, hat die Hoffnung auf lokale Waffenruhen in der Ukraine als vorbereitenden Schritt für einen landesweiten Waffenstillstand geäußert. „Wir dürfen uns nicht damit abfinden, für immer mit Russland im Krieg zu leben“, sagte er der in Berlin erscheinenden „taz“ (Samstag).

CDU-Politikerin Süssmuth fordert größere Anstrengungen für Kriegsende

Osnabrück (epd). Die einstige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) fordert größere Anstrengungen Deutschlands, den Krieg in der Ukraine zu beenden. „Wir haben noch nicht die richtige Balance gefunden. Wir sprechen überwiegend über Waffen und Kriegsmittel“, sagte Süssmuth der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag).

"Wir müssen uns dem Leid der Menschen in der Ukraine stellen"

Düsseldorf (epd). Nach einem Ende des Ukraine-Krieges muss nach Ansicht des rheinischen Präses Thorsten Latzel angesichts der massiven Menschenrechtsverletzungen ein Versöhnungsprozess eingeleitet werden. Daher sollte bereits jetzt der Dialog gestärkt werden mit Menschen, die sich für Verständigung einsetzen wollen, sagt der leitende Theologe der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Evangelische Friedensarbeit: Kriegsdienst­verweigerern Asyl gewähren

Bonn (epd). Kriegsdienstverweigerer und Deserteure aus Russland, Belarus und der Ukraine müssen laut der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) in der EU Schutz und Asyl finden. Kriegsdienstverweigerung sei ein Grundrecht, sagte EAK-Vorstandsmitglied Horst Sebastian am Dienstag in Bonn.

Kramer hofft weiter auf friedliche Lösung im Ukraine-Konflikt

Magdeburg (epd). Der mitteldeutsche Landesbischof und Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Friedrich Kramer, hat seine Ablehnung von Waffenlieferungen für die Ukraine bekräftigt. Die Frage nach Waffenlieferungen vereinfache die Komplexität der Probleme, sagte er der Magdeburger „Volksstimme“ (Dienstag).