Friedensethik und Friedenstheologie gehen zwei zentralen Fragen nach: Worin begründet sich ethisch verantwortetes Handeln und wie leiten sich daraus Handlungsmaximen und konkrete Handlungsschritte ab? Welche Rolle spielt darüber hinaus ein Menschenbild, das den Bezug zu Gott herstellt? Welcher besondere Auftrag ergibt sich speziell aus dem Handeln Jesu für die Kirche und einen glaubenden Menschen?  In der Denkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ aus dem Jahr 2007 sowie in der Kundgebung der EKD-Friedenssynode von 2019 in Dresden mit dem Titel „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ sind die Grundzüge der evangelischen Friedensethik beschrieben.

Friedensethik und Friedenstheologie

AGDF: Neue EKD-Friedensdenkschrift verändert Konzept des gerechten Friedens grundlegend

Deutliche Kritik an der neuen EKD-Friedensdenkschrift hat die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) geäußert. Die neue Denkschrift setze eine neue Priorität beim Schutz vor Gewalt, betone dabei die Notwendigkeit militärischen Handels und unterschätze die Möglichkeiten ziviler Konfliktbearbeitung, heißt es in einer Stellungnahme des Friedensverbandes.

EKD-Ratsvorsitzende: Abschreckungsgedanke hat sich nicht erledigt

Bei der Synode der evangelischen Kirche wird es in diesem Jahr darum gehen, wie sie sich zu den Aufrüstungsbestrebungen verhält. Die EKD-Ratsvorsitzende verteidigt den politischen Kurs der Abschreckung, fordert aber "Abrüstung" in der Sprache.

Bischof Azar bedauert Irritation durch "Völkermord"-Äußerung

Weil er in einem Gottesdienst in Jerusalem von "Völkermord" an den Palästinensern sprach, sorgte der palästinensische Bischof Azar für Empörung. Nun bedauert er, dass seine Worte "Irritation" ausgelöst haben.

Bischof spricht von "Genozid": NRW-Delegation entsetzt

Weil der palästinensische Bischof Azar in einem Gottesdienst in Jerusalem von "Völkermord" spricht, verlässt der Vizepräsident des Zentralrats der Juden die Kirche. Unterstützung erhält er von einer Delegation des NRW-Landtages.

Evangelische Kirche stellt neues Friedenspapier vor

In Dresden soll Anfang November die neue Friedensdenkschrift der evangelischen Kirche als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine veröffentlicht werden. Vor allem die Haltung zu nuklearer Abschreckung dürfte für Diskussionen sorgen.

Friedensbeauftragter zeigt sich "gedämpft optimistisch"

Weimar (epd). Nach der Freilassung der noch lebenden israelischen Geiseln im Gazastreifen sieht der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Friedrich Kramer, eine vorsichtige Chance auf Frieden.

Kramer erhält Friedensfahne für sein Engagement gegen Krieg

Erfurt (epd). Der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Friedrich Kramer, wird am Mittwoch in Erfurt mit der „Weißen Friedensfahne“ ausgezeichnet. Wie das Landeskirchenamt am Montag mitteilte, würdigt die Initiative damit Kramers Einsatz für Frieden und gegen Krieg.