Friedensethik und Friedenstheologie gehen zwei zentralen Fragen nach: Worin begründet sich ethisch verantwortetes Handeln und wie leiten sich daraus Handlungsmaximen und konkrete Handlungsschritte ab? Welche Rolle spielt darüber hinaus ein Menschenbild, das den Bezug zu Gott herstellt? Welcher besondere Auftrag ergibt sich speziell aus dem Handeln Jesu für die Kirche und einen glaubenden Menschen?  In der Denkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ aus dem Jahr 2007 sowie in der Kundgebung der EKD-Friedenssynode von 2019 in Dresden mit dem Titel „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ sind die Grundzüge der evangelischen Friedensethik beschrieben.

Friedensethik und Friedenstheologie

Friedenspreis kritisiert Pläne zu erweitertem Bundeswehreinsatz

Aachen (epd). Die friedenspolitische Initiative "Aachener Friedenspreis" lehnt eine Erweiterung der Einsatzgebiete und Aufgaben der Bundeswehr ab. Vor allem einem Einsatz im Inneren des Landes erteile die Initiative eine klare Absage, erklärte Sprecherin Lea Heuser am Montag in Aachen.

Theologe: Frieden braucht internationale Rechtsordnung

Bremen/Den Haag (epd). Anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Internationalen Gerichtshofs hat der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, die Bedeutung des Rechts als Grundlage eines gerechten Friedens betont. "Eine Weltfriedensordnung muss auch eine Rechtsordnung sein", sagte der leitende Bremer Theologe am Samstag.

Brahms: Frieden ohne internationale Rechtsordnung ist nicht vorstellbar

Aus Anlass des 70-jährigen Bestehens des Internationalen Gerichtshofs hat der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, die Bedeutung des Rechts als Grundlage eines gerechten Friedens betont. „Für eine friedliche Welt brauchen wir Institutionen, Regeln und Verfahren eines international vereinbarten Rechtszustands“, ist der Theologe überzeugt.

Syrien: UN starten neue Gesprächsrunde

Genf (epd). Überschattet von eskalierender Gewalt in Syrien haben die UN die bislang ergebnislos verlaufenen Gespräche zur Lösung des Bürgerkriegs wieder eröffnet. Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura traf sich am Mittwoch in Genf zunächst mit der Delegation des wichtigsten Oppositionsbündnisses HNC. Mit Emissären des Assad-Regimes will de Mistura in den nächsten Tagen konferieren.

Kabinett: Verlängerter Bundeswehreinsatz in Mali beschlossen

Berlin (epd). Die Bundeswehr soll ihre Beteiligung an der Ausbildungsmission EUTM der Europäischen Union im afrikanischen Mali bis 31. Mai 2017 fortsetzen. Das beschloss das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin. Die Personalobergrenze solle jedoch von 350 auf 300 Soldaten gesenkt werden, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Friedensaktivisten: Deutschland muss Rolle im US-Drohnenkrieg prüfen

Berlin (epd). Die Friedensorganisation "Codepink - Women for peace" fordert die Bundesregierung auf, die Rolle der US-Luftwaffenbasis Ramstein bei amerikanischen Drohnenangriffen zu untersuchen und transparent zu machen. Die Luftwaffenbasis dürfe nicht für illegale Tötungen genutzt werden, sagte die Aktivistin Elsa Rassbach am Dienstag in Berlin.

Neue Eiszeit zwischen den Atommächten Indien und Pakistan

Dubai (epd). Die erhoffte Annäherung zwischen Indien und Pakistan ist weiter nicht in Sicht. Die Friedensgespräche zwischen den verfeindeten Nachbarländern wurden unterbrochen, wie die "Hindustan Times" am Freitag berichtete. Laut Pakistans Botschafter in Indien, Abdul Basit ist zur Zeit kein Treffen der Außenminister der beiden Atommächte geplant.

Wittenberg bekommt Denkmal "Schwerter zu Pflugscharen"

Wittenberg (epd). Zur Erinnerung an die pazifistische Schmiedeaktion "Schwerter zu Pflugscharen" in Wittenberg 1983 wird in der Lutherstadt ein Denkmal errichtet. Dazu entsteht bis März 2017 im Lutherhof eine frei stehende Skulptur in zeitgenössischer Formensprache, teilte die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt am Donnerstag mit.