Friedensethik und Friedenstheologie gehen zwei zentralen Fragen nach: Worin begründet sich ethisch verantwortetes Handeln und wie leiten sich daraus Handlungsmaximen und konkrete Handlungsschritte ab? Welche Rolle spielt darüber hinaus ein Menschenbild, das den Bezug zu Gott herstellt? Welcher besondere Auftrag ergibt sich speziell aus dem Handeln Jesu für die Kirche und einen glaubenden Menschen?  In der Denkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ aus dem Jahr 2007 sowie in der Kundgebung der EKD-Friedenssynode von 2019 in Dresden mit dem Titel „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ sind die Grundzüge der evangelischen Friedensethik beschrieben.

Friedensethik und Friedenstheologie

Frieden - (wie) geht das?

Erfahrungen aus dem ZFD zeigen, dass Frieden vor Ort entsteht. Dazu braucht es eine starke Zivilgesellschaft, die politisch und mit Fachwissen in ziviler Konfliktbearbeitung gestärkt werden muss. Für nachhaltigen Frieden sind langfristige Engagements und Planungssicherheit vonnöten. Krisenreaktionen und Sonderinitiativen greifen meist zu kurz.

Friedenstheologe Enns warnt vor "Sicherheitswahn"

Bremen (epd). Der mennonitische Friedenstheologe Fernando Enns hat vor einem "Sicherheitswahn" im Kampf gegen den Terror gewarnt. "Er gaukelt uns vor, dass uns Aufrüstung, militärische Wehrhaftigkeit, höhere Zäune oder der Einsatz der Bundeswehr im Innern vor solchen Anschlägen schützen können", sagte Enns am Sonntag im Abschlussgottesdienst des ökumenischen Stadtkirchentages in Bremen.

Interreligiöses Friedenstreffen in Assisi eröffnet

Rom (epd). Mit einer feierlichen Messe in der Franziskus-Basilika ist am Sonntag in Assisi das interreligiöse Treffen für den Frieden eröffnet worden. "Ich möchte, dass die Menschen beten, egal wo sie sind, ohne Zorn und ohne Streit", sagte der Bischof von Assisi, Domenico Sorrentino, in seiner Predigt.

Von der Leyen: Muslimische Soldaten für Bundeswehr unverzichtbar

Braunschweig/Berlin (epd). Soldaten mit muslimischem Hintergrund sind aus Sicht von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr unverzichtbar. "Mit ihren Sprach- und Kulturkenntnissen erleichtern sie uns den Zugang zur jeweiligen Bevölkerung", sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben).

Aus dem Friedensnobelpreisträger wird eine Militärmacht

Äußerst kritisch sieht die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) die beim Sondergipfel in Bratislava diskutierten Pläne der Europäischen Union zu einer Umstrukturierung der europäischen Sicherheitspolitik. „Mit der Vorstellung einer Militärunion rennt die EU in eine Sackgasse“, ist Jan Gildemeister überzeugt.

Weißbuch 2016: Evangelische Kirche betont Vorrang ziviler Lösungskonzepte

Die Evangelische Kirche in Deutschland hat sich durch ihren Militärbischof Dr. Sigurd Rink und den Beauftragten für Friedensarbeit, Pastor Renke Brahms offiziell zum Weißbuch 2016 der Bundesregierung geäußert: In Berlin erläuterten beide vor Journalisten einen gemeinsamen Text "Zu viel Sicherheit, zu wenig Frieden".

Weltkirchenrat will stärker mit Vatikan zusammenarbeiten

Genf (epd). Der Weltkirchenrat will für Gerechtigkeit und Frieden stärker mit der katholischen Kirche zusammen arbeiten. Die neue Vatikanbehörde für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen biete weite Möglichkeiten der Kooperation, erklärte der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Olav Fykse Tveit, am Dienstag in Genf.