Friedensethik und Friedenstheologie gehen zwei zentralen Fragen nach: Worin begründet sich ethisch verantwortetes Handeln und wie leiten sich daraus Handlungsmaximen und konkrete Handlungsschritte ab? Welche Rolle spielt darüber hinaus ein Menschenbild, das den Bezug zu Gott herstellt? Welcher besondere Auftrag ergibt sich speziell aus dem Handeln Jesu für die Kirche und einen glaubenden Menschen?  In der Denkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ aus dem Jahr 2007 sowie in der Kundgebung der EKD-Friedenssynode von 2019 in Dresden mit dem Titel „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ sind die Grundzüge der evangelischen Friedensethik beschrieben.

Friedensethik und Friedenstheologie

EAK: Asylanträge türkischer Soldaten „wohlwollend prüfen“

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) hat die Bundesregierung aufgefordert, die Asylanträge türkischer Soldaten aus dem NATO-Hauptquartier in Ramstein wohlwollend zu prüfen. Dies könne die Gewährung von Asyl, dies könne aber auch ein dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland sein, meint die EAK.

EKD-Friedensbeauftragter: Eine friedliche Welt braucht Institutionen und Regeln

Besorgt hat sich der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, zur Zukunft der internationalen Rechtsordnung geäußert. Anlass sind die Ankündigung Russlands, sich vom Internationalen Strafgerichtshof zurückzuziehen, sowie der Austritt mehrerer afrikanischer Staaten aus dem Internationalen Strafgerichtshof. Noch bis zum 24.

Kirchen rufen zu Friedensgebeten für Syrien auf

Darmstadt/Speyer/Düsseldorf (epd). Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sowie die Evangelischen Kirchen in der Pfalz und im Rheinland rufen gemeinsam zu Friedensgebeten für Syrien auf, wie die EKHN am Donnerstag in Darmstadt mitteilte. Sie folgten damit einer Anregung der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).

Schwesig fordert stärkere Beteiligung von Frauen in Friedensprozessen

Berlin (epd). Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler, (beide SPD) fordern die Stärkung von Frauen in internationalen Verhandlungsprozessen. Ohne Frauen sei kein Frieden zu machen, sagte Schwesig am Freitag bei einer Konferenz im Auswärtigen Amt in Berlin.

Auf dem Weg zum gerechten Frieden

Die Evangelisch-reformierte Kirche will sich intensiv in die Diskussion um den richtigen Weg zum Frieden einmischen. „Wir benötigen ein Koordinatensystem oder so etwas wie eine ausgerichtete Kompassnadel für unser Denken und Handeln in Sachen Frieden in Kirche und Gesellschaft“, sagte der Hannoveraner Theologieprofessor Marco Hofheinz vor der Gesamtsynode in Emden.

US-Deserteur bekommt kein Asyl in Deutschland

München/Offenbach (epd). Der desertierte US-Soldat André Shepherd wird in Deutschland nicht als Flüchtling anerkannt. Das Bayerische Verwaltungsgericht München wies am Donnerstag die Klage Shepherds ab. Der heute 39-Jährige hatte schon 2008 erfolglos einen Antrag auf Asyl gestellt, nachdem er einen Einsatzbefehl in den Irak bekommen hatte.

Friedensdienst fordert mehr Einsatz für friedliche Konfliktlösungen

Bonn (epd). Der Zivile Friedensdienst (ZFD) fordert angesichts von zahlreichen gewalttätigen Konflikten in der Welt mehr Einsatz für zivile Konfliktlösungen. Die mittlerweile 17-jährige Erfahrung der Organisation zeige, dass Frieden machbar sei, sagte der Sprecher des Konsortiums Ziviler Friedensdienst, Hans Jörg Friedrich, am Donnerstag in Bonn.