Friedensethik und Friedenstheologie gehen zwei zentralen Fragen nach: Worin begründet sich ethisch verantwortetes Handeln und wie leiten sich daraus Handlungsmaximen und konkrete Handlungsschritte ab? Welche Rolle spielt darüber hinaus ein Menschenbild, das den Bezug zu Gott herstellt? Welcher besondere Auftrag ergibt sich speziell aus dem Handeln Jesu für die Kirche und einen glaubenden Menschen?  In der Denkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ aus dem Jahr 2007 sowie in der Kundgebung der EKD-Friedenssynode von 2019 in Dresden mit dem Titel „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ sind die Grundzüge der evangelischen Friedensethik beschrieben.

Friedensethik und Friedenstheologie

Baden war Pionier beim Kriegsdienstverweigerungsrecht

Freiburg/Bonn (epd). Das Land Baden hat vor 70 Jahren als erstes deutsches Land das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung in seine Verfassung aufgenommen. Ein Jahr später sei Berlin gefolgt, schreibt der Bundesvorsitzende der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK), Christoph Münchow, zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung (15. Mai).

EAK: Baden war 1947 ein Vorreiter beim Grundrecht auf KDV

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) hat zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung (15. Mai) das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung nachdrücklich betont. „Eine Kriegsdienstverweigerung ist ein Menschenrecht, dass für alle Menschen überall in der Welt gelten muss“, unterstreicht der EAK-Bundesvorsitzende Dr. Christoph Münchow.

Aachener Friedenspreis für Jugendnetzwerk und sizilianische Bewegung

Aachen (epd). Der Aachener Friedenspreis geht in diesem Jahr an eine italienische Protestbewegung, die für eine Entmilitarisierung Siziliens kämpft. Zweiter Preisträger ist das deutsche Jugendnetzwerk für Politische Aktion (JunepA), das sich unter anderem an Blockaden am Atomwaffenstützpunkt Büchel in der Eifel beteiligt, wie die Friedenspreisinitiative am Montag in Aachen mitteilte.

Mehr Engagement der Bundeswehr im Kampf gegen rechts gefordert

Frankfurt a.M. (epd). Als Konsequenz aus dem Skandal um den terrorverdächtigen Offizier Franco A. haben Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) und der Zentralrat der Juden in Deutschland die Bundeswehr im Kampf gegen rechts in die Pflicht genommen. "Die Bundeswehr hat eine ganz besondere Verantwortung, gegen Rechtsextremismus vorzugehen", sagte Maas am Wochenende.

Fall Franco A: Militärbischof warnt vor Verallgemeinerungen

Mainz (epd). Im Skandal um den terrorverdächtigen Bundeswehroffizier Franco A. hat der evangelische Militärbischof Sigurd Rink vor "vorschnellen Verallgemeinerungen" gewarnt. Er glaube nicht, dass es in der Bundeswehr generell ein Haltungsproblem oder einen Korpsgeist gebe, der rechtsextremistisches Gedankengut fördere, erklärte Rink am Donnerstagabend.

"Wir halten unser Schweigen nicht mehr aus“"

Ende Mai ist während des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Berlin der Friedenskreis Pankow Gastgeber für die Friedenswerkstatt, bei der 15 Friedensgruppen in 25 Veranstaltungen, Workshops, Kulturbeiträgen, Gebeten und Gottesdiensten zeigen wollen, dass Gewaltfreiheit und Versöhnung kraftvolle Alternativen zu Krieg und Gewalt sind.

Friedensbeauftragter Brahms würdigt Arbeit der Friedenskirchen

Bremen/Hamburg (epd). Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, hat die Arbeit der historischen Friedenskirchen gewürdigt. Sie würden wichtige Impulse für eine "Kirche des gerechten Friedens" geben, sagte der leitende Bremer Theologe am Donnerstag.

Uni Hamburg: Wissenschaftliche Friedenstheologie wird weitergeführt

Hamburg/Bonn (epd). Die wissenschaftliche Erforschung der Friedenstheologie an der Hamburger Universität wird weitergeführt. Die "Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen" werde am Sonnabend (6. Mai, 16 Uhr) in der Mennonitenkirche Hamburg-Altona aktuelle Forschungsfragen für ihre künftige Arbeit präsentieren, kündigte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Donnerstag in Bonn an.

Renke Brahms: Friedenskirchen geben wichtige Impulse auf dem Weg zur Kirche des gerechten Friedens

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirchen in Deutschland, Renke Brahms, hat die friedensethische und theologische Arbeit der historischen Friedenskirchen gewürdigt. Anlass ist die Präsentation aktueller Forschungsfragen zum Weiterbestehen der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen am 6. Mai an der Universität Hamburg in der Mennonitenkirche Hamburg-Altona.

Pax Christi ruft zu Gewaltfreiheit auf

Fulda/Berlin (epd). Die katholische Friedensbewegung Pax Christi hat dazu aufgerufen, internationale Streitigkeiten auf dem Weg der Vernunft durch Verhandlungen zu lösen. Diese müssten auf Recht, Gerechtigkeit und Gleichheit gründen, heißt es in einer am Mittwoch verbreiteten Erklärung ihres deutschen Präsidenten Heinz Josef Algermissen zum 72. Jahrestag des Weltkriegsendes am 8. Mai.