Friedensethik und Friedenstheologie gehen zwei zentralen Fragen nach: Worin begründet sich ethisch verantwortetes Handeln und wie leiten sich daraus Handlungsmaximen und konkrete Handlungsschritte ab? Welche Rolle spielt darüber hinaus ein Menschenbild, das den Bezug zu Gott herstellt? Welcher besondere Auftrag ergibt sich speziell aus dem Handeln Jesu für die Kirche und einen glaubenden Menschen?  In der Denkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ aus dem Jahr 2007 sowie in der Kundgebung der EKD-Friedenssynode von 2019 in Dresden mit dem Titel „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ sind die Grundzüge der evangelischen Friedensethik beschrieben.

Friedensethik und Friedenstheologie

Bistum zeigt beim Katholikentag 360 kreative Friedensbotschaften

Münster (epd). Eine Ausstellung mit 360 symbolischen Friedensverträgen von Einzelpersonen, Gruppen und Einrichtungen aus dem Bistum Münster ist während des am Donnerstag beginnenden Katholikentages zu sehen. Die kreativ gestalteten Plakate zum Leitwort des Katholikentages "Suche Frieden" werden vom 9. bis 13. Mai im Münsteraner Liudgerihaus gezeigt, wie das Bistum am Freitag mitteilte.

Friedensbewegung fordert Abrüsten statt Aufrüsten

Berlin (epd). Ein Bündnis aus Wissenschaft, Gewerkschaften, sozialen Bewegungen und Politik hat vor einem neuen Rüstungswettlauf gewarnt. "Abrüstung ist das Gebot der Stunde", sagte der Co-Präsident des Internationalen Friedensbüros (IPB), Reiner Braun, am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des Aufrufs "Disarm! Don't Arm!" (englisch: "Abrüsten! Nicht aufrüsten").

Oberkirchenrat: "Der Preis von Kriegen ist zu hoch"

Karlsruhe (epd). Eine Alternative zur militärischen Sicherheitspolitik Deutschlands hat die badische evangelische Landeskirche entwickelt. Die Situation in Afghanistan und Syrien zeige, dass die traditionelle Militärpolitik nicht zum Frieden beitrage, sondern kriegerische Auseinandersetzungen und Gewalt fortsetze, sagte Oberkirchenrat Christoph Schneider-Harpprecht am Samstag in Karlsruhe.

Verfassungsbeschwerde gegen Atomwaffen in Deutschland unzulässig

Büchel/Karlsruhe (epd). Auf dem Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz können weiter US-amerikanische Atomwaffen gelagert werden. Die Verfassungsbeschwerde einer Anwohnerin wies das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss als unzulässig und nicht ausreichend begründet zurück (AZ: 2 BvR 1371/13).

Bundestag beschließt Auslandseinsätze der Bundeswehr

Berlin (epd). Der Bundestag hat die Verlängerung des derzeit gefährlichsten Bundeswehreinsatzes beschlossen. Am Donnerstag votierte eine deutliche Mehrheit der Abgeordneten in Berlin bei namentlicher Abstimmung für die weitere Beteiligung deutscher Soldaten an der UN-Friedenstruppe in Mali. 496 Abgeordnete stimmten mit Ja, 156 mit Nein. Es gab vier Enthaltungen. 

Friedenswege und die Schrecken des Krieges

Münster (epd). Am 19. Dezember 1944 schreibt der evangelische Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer einen Brief an seine Verlobte Maria von Wedemeyer. Er ist seit über 20 Monaten in Gestapo-Haft und muss mit seiner Hinrichtung rechnen. An das Ende des Briefes fügt er als Weihnachtsgruß ein selbst geschriebenes Gedicht an.

Terre des hommes kritisiert Werbung der Bundeswehr zum Girlsday

Osnabrück (epd). Das Kinderhilfswerk terre des hommes hat die Werbekampagne der Bundeswehr zum sogenannten Girlsday und die Werbepraktiken der Bundeswehr insgesamt scharf kritisiert. Seit Abschaffung der Wehrpflicht betreibe sie "irreführende Reklame", um Jugendliche für den Wehrdienst zu gewinnen, sagte am Donnerstag Albert Recknagel, Vorstandssprecher von terre des hommes.

Kippa-Tragen gegen den Hass

Köln/Berlin (epd). Ein Zeichen gegen Judenhass: in mehreren deutschen Städten sind am Mittwoch Menschen gegen Antisemitismus auf die Straße gegangen. Viele trugen dabei die jüdische Kopfbedeckung. In der Hauptstadt folgten laut Polizei rund 2.500 Menschen dem Aufruf der Jüdischen Gemeinde "Berlin trägt Kippa". Eine Solidaritätsaktion gab es auch in Köln mit rund 1.000 Teilnehmern.

Ranghohe Religionsvertreter gründen jüdisch-christlichen Verein

Köln (epd). Mit einem neuen Verein wollen ranghohe Juden, Katholiken und Protestanten auf die Bedeutung des Judentums für Deutschland aufmerksam machen. Der Verein "321: 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" ist am Mittwochabend in der Kölner Synagogengemeinde gegründet worden, wie ein Pressesprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd) mitteilte.