Friedensethik und Friedenstheologie gehen zwei zentralen Fragen nach: Worin begründet sich ethisch verantwortetes Handeln und wie leiten sich daraus Handlungsmaximen und konkrete Handlungsschritte ab? Welche Rolle spielt darüber hinaus ein Menschenbild, das den Bezug zu Gott herstellt? Welcher besondere Auftrag ergibt sich speziell aus dem Handeln Jesu für die Kirche und einen glaubenden Menschen?  In der Denkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ aus dem Jahr 2007 sowie in der Kundgebung der EKD-Friedenssynode von 2019 in Dresden mit dem Titel „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ sind die Grundzüge der evangelischen Friedensethik beschrieben.

Friedensethik und Friedenstheologie

Papst äußert in Brief an Assad Sorge über humanitäre Lage in Syrien

Rom (epd). Papst Franziskus hat sich in einem Brief an den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zutiefst besorgt über die humanitäre Lage in dem Bürgerkriegsland geäußert. Der Präfekt der Vatikanbehörde für Entwicklung, Kardinal Peter Turkson, überreichte das Schreiben am Montag nach Angaben von Vatikansprecher Matteo Bruni bei einem Treffen mit dem syrischen Staatschef in Damaskus.

Theologe: Ächtung von Atomwaffen ins Grundgesetz

Karlsruhe (epd). Der badische Oberkirchenrat Christoph Schneider-Harpprecht hat erneut die Ächtung von Atomwaffen gefordert. Weil sie die Lebensgrundlagen der Menschheit gefährdeten, müsse ihre Ächtung ins Grundgesetz geschrieben werden, sagte der Bildungsreferent der badischen evangelischen Landeskirche im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Evangelische Friedensarbeit würdigt Pionier der Friedensbewegung

Bonn (epd). Zu seinem 50. Todestag am kommenden Donnerstag hat die evangelische Friedensarbeit den Theologen Friedrich Siegmund-Schultze (1885-1969) gewürdigt, der als ein Pionier der Friedensbewegung gilt. Siegmund-Schultze sei "einer der ganz großen Friedensethiker" gewesen, erklärte der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Renke Brahms, am Samstag in Bonn.

Einigung auf Übergangsregierung im Sudan löst positives Echo aus

Genf/Khartum (epd). Im Sudan haben sich die Militärjunta und Opposition auf eine gemeinsame Übergangsregierung geeinigt. Der Kompromiss löste am Freitag im In- und Ausland überwiegend Erleichterung aus. Auf den Straßen der Hauptstadt Khartum fanden spontane Freudenfeiern statt. Viele Menschen sprachen von einem guten Ergebnis, auch wenn sie eigentlich eine zivile Regierung erhofft hätten.

UN-Hochkommissarin wirft Venezuelas Regime Folter und Tötungen vor

Genf (epd). Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, hat die Regierung Maduro in Venezuela für Folter, Verschleppungen und Tötungen von Oppositionellen verantwortlich gemacht. Die Verbrechen müssten gründlich untersucht und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden, verlangte Bachelet am Freitag vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf.

"Sich fügen heißt lügen"

Oranienburg (epd). Als "Selbstmord" wurde sein Tod im nationalsozialistischen Deutschland ausgegeben. Doch der angebliche Suizid von Erich Mühsam (1878-1934) war in Wirklichkeit ein Mord: Der Schriftsteller wurde in der Nacht zum 10. Juli 1934 im KZ Oranienburg von der SS umgebracht.