Friedensethik und Friedenstheologie gehen zwei zentralen Fragen nach: Worin begründet sich ethisch verantwortetes Handeln und wie leiten sich daraus Handlungsmaximen und konkrete Handlungsschritte ab? Welche Rolle spielt darüber hinaus ein Menschenbild, das den Bezug zu Gott herstellt? Welcher besondere Auftrag ergibt sich speziell aus dem Handeln Jesu für die Kirche und einen glaubenden Menschen?  In der Denkschrift „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ aus dem Jahr 2007 sowie in der Kundgebung der EKD-Friedenssynode von 2019 in Dresden mit dem Titel „Kirche auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens“ sind die Grundzüge der evangelischen Friedensethik beschrieben.

Friedensethik und Friedenstheologie

Präses Ruck-Schröder: Idee des Pazifismus wird weiter gebraucht

Bielefeld (epd). Angesichts aktueller Kriege und Konflikte bleibt nach Worten der neuen westfälischen Präses Adelheid Ruck-Schröder Pazifismus wichtig. „Die Kirche hat die Aufgabe, Friedensszenarien zu entwickeln und Dialogmöglichkeiten zu schaffen“, sagte sie der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen“ (Dienstag).

"Initiative Kirche gegen Atomwaffen" will Proteste fortführen

Saarbrücken (epd). Nach dem offiziellen Ende der Kirchlichen Aktionstage am Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in der Eifel planen kirchliche Gruppen, den Protest weiterzuführen. Die Arbeit soll künftig als „Ökumenische Initiative Kirche gegen Atomwaffen“ fortgeführt werden, wie die Projektgruppe am Freitag in Saarbrücken mitteilte.

Aus Projektgruppe wird „Ökumenische Initiative Kirche gegen Atomwaffen“

Seit 2018 organisierte die Projektgruppe „Kirchen gegen Atomwaffen“, der Christinnen und Christen aus mehreren evangelischen Landeskirchen, dem Bistum Trier sowie der katholischen Friedensbewegung pax christi angehören, die Kirchlichen Aktionstage in Büchel. Der 8. Kirchliche Aktionstag im Mai war allerdings der letzte Aktionstag in dieser Form.

Religionspädagoge: Muslime sollten sich auf jüdische Wurzeln besinnen

Münster, Freiburg (epd). Der Leiter des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster, Mouhanad Khorchide, hat sich dafür ausgesprochen, dass Muslime sich auf ihre jüdischen Wurzeln zurückbesinnen. „Im Judentum liegen die Wurzeln des Islam“, sagte er im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Landesbischof Kopp: Sterben in Gaza muss ein Ende haben

Neuenmarkt (epd). Die Unbarmherzigkeit im Nahostkrieg hat der bayerische evangelische Landesbischof Christian Kopp angeprangert. Dabei kritisierte er beide Seiten: „Es schreit zum Himmel“, sagte Kopp am Sonntag im oberfränkischen Neuenmarkt (Kreis Kulmbach) beim Festgottesdienst zu 100 Jahren Christuskirche laut Predigtmanuskript.

Kirchenpräsidentin: Von der Friedensethik Albert Schweitzers lernen

Emmendingen, Straßburg (epd). Die evangelische Kirchenpräsidentin von Elsass und Lothringen, Isabelle Gerber (Straßburg), hat den Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer (1875-1965) als „Grenzüberschreiter“ bezeichnet. Sich an ihn zu erinnern, sei wichtig in einer Zeit, wo es wieder Kontrollen an den Grenzen gebe, sagte sie am Freitagabend in Emmendingen.

Bedford-Strohm: ÖRK-Apartheids-Beschluss nicht antisemitisch

Genf/München (epd). Der Vorsitzende des Weltkirchenrats, Heinrich Bedford-Strohm, hat den Beschluss der Ökumene-Organisation verteidigt, Israel für seine Politik gegenüber den Palästinensern als Apartheids-System zu bezeichnen.