Aus Projektgruppe wird „Ökumenische Initiative Kirche gegen Atomwaffen“
Seit 2018 organisierte die Projektgruppe „Kirchen gegen Atomwaffen“, der Christinnen und Christen aus mehreren evangelischen Landeskirchen, dem Bistum Trier sowie der katholischen Friedensbewegung pax christi angehören, die Kirchlichen Aktionstage in Büchel. Der 8. Kirchliche Aktionstag im Mai war allerdings der letzte Aktionstag in dieser Form. Doch der kirchliche Protest gegen Atomwaffen soll weitergehen. Dies entschied die Projektgruppe bei einem Treffen. Künftig will sie dabei als „Ökumenische Initiative Kirche gegen Atomwaffen“ diese Arbeit fortführen.
Mit ihren Aktionstagen hatte sich die Projektgruppe, die im Dezember 2017 auf Initiative des badischen Forums Friedensethik gegründet wurde, durchaus einen Namen gemacht. Zu den Predigern bei den Gottesdiensten vor dem Haupttor des Fliegerhorstes Büchel, wo die letzten US-amerikanischen Atomwaffen in Deutschland gelagert werden, gehörten der ehemalige EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms, die frühere EKD-Ratsvorsitzende und hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann, die damalige Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, der Präsident von pax christi Deutschland, der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf, die pfälzische Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst, das Zentralausschuss-Mitglied des Ökumenischen Rates der Kirchen, der mennonitische Theologe Professor Dr. Fernando Enns, der frühere badische Landesbischof Professor Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, der EKD-Friedensbeauftragte Landesbischof Friedrich Kramer sowie der Speyerer Weihbischof Otto Georgens. Während der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Karlsruhe 2022 gab es zudem einen Pilgerweg nach Büchel und nach Hasselbach im Hunsrück, der von der Projektgruppe organisiert wurde.
Auch wenn es solche Kirchlichen Aktionstage, an denen bis zu 1000 Menschen teilnahmen, nun nicht mehr geben wird, soll die Arbeit eine Fortsetzung finden, allerdings in anderer Form. So will die Initiative sich auch künftig weiter aus friedensethischer Sicht zu Atomwaffen äußern, öffentlich, aber ebenso innerhalb der Kirchen und gegenüber den Kirchenleitungen. Einmal im Jahr will die Initiative zudem zu einer Friedensandacht in Büchel in Absprache mit den Veranstaltern der dortigen Friedensgebete einladen und diese dann gestalten. Und die Gruppe kann sich durchaus vorstellen, dass bei besonderen Anlässen auch wieder besondere Aktionen geplant und organisiert werden. Im Herbst soll es dazu ein weiteres Treffen geben, um dann die Arbeit für 2026 zu planen und vorzubereiten.