„Friedrich Siegmund-Schultze gehörte zu den ungewöhnlichsten Menschen, denen ich begegnet bin“, schreibt Gustav Heinemann in seinem Geleitwort zu dem Gedenkbuch für Siegmund-Schultze, das 1972 unter dem Titel „Aktiver Friede“ erschien.[2] Für die Zeit des Ersten Weltkrieges gilt freilich: Siegmund-Schultze war in Deutschland ungewöhnlicher als in England.[3]
Vor allen Dingen aber, meine Brüder, schwört nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit einem andern Eid. Es sei aber euer Ja ein Ja und das Nein ein Nein, auf dass ihr nicht unter das Gericht fallet. (Jakobusbrief 5, 12)
Liebe Gemeinde,
Wenn wir das Thema unserer Tagung ernst nehmen wollen, setzt dies die Antwort
auf drei Fragen voraus:
1) Welches ist die alltägliche Gewalt?
2) Inwiefern sind wir an ihr beteiligt?
3) Wie sieht unser „Nein“ aus?
Anlässlich der Abstimmung des Entwurfs eines „Gesetzes für einen Gerichtsstand bei besonderer Auslandsverwendung der Bundeswehr“ am 11. Mai 2012 im Bundesrat (Drs. 174/12 v. 30.03. 2012, Top 32 der Sitzung) unterstreicht der Vorstand der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e.V. die bereits geäußerten Bedenken gegen dieses Gesetzesvorhaben:
Die Bundeswehr intensiviert ihre Werbemaßnahmen zur Nachwuchsrekrutierung. Im Fokus der entsprechenden PR-Kampagne stehen Mädchen und Jungen im Alter von sechzehn bis siebzehn Jahren. Sie werden zur Zeit aufgefordert, sich zu einem sogenannten Funsport-Event unter dem Titel "Bw-Olympix" anzumelden.
In diesen verwirrenden bösen Wochen und Monaten, wo erneut ein Gespenst mit Namen „Kalter Krieg“ in Europa umhergeht, scheint es nötig, sich grundsätzlich zu orientieren. In was für einer Welt leben wir eigentlich?
UBUNTU ist ein Projekt des Arbeitsfeldes Friedensarbeit in Kooperation mit dem Ev.-luth. Missionswerk Hermannsburg, dem Religionspädagogischen Institut Loccum und der Arbeitsstelle Kindergottesdienst im Michaeliskloster Hildesheim.
Wenn eine Kirchengemeinde das Projekt aufgreifen möchte, sich mit ihrem Kriegerdenkmal zu befassen, und es eventuell anders zu gestalten, ist es wichtig, sich Bündnispartner zu suchen.
Im folgenden finden Sie einen allgemein-formulierten Brief, der interessierte Einzelpersonen oder Institutionen ermütigen könnte, sich der Kirchengemeinde für dieses Vorhaben anzuschließen:
Der Beginn des 1. Weltkriegs jährt sich zum 100. Mal, der des 2. Weltkriegs zum 75. Mal. 2015 gedenken wir 70 – Jahre Ende des 2. Weltkriegs. So besteht ein konkreter Anlass und höchste Zeit, sich mit den Kriegerdenkmälern zu befassen.
Die Gedenkorte für die Opfer beider Weltkriege in den Kirchen und wenn möglich in den Kommunen sollen zu einem sichtbaren „ Mahn - Ort“, „ Mahnmal“ für den Frieden werden.