Stuttgart (epd). Bei frostigen Temperaturen haben am Samstag in Stuttgart nach Polizeischätzungen rund 7.000 Menschen ein Zeichen gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Auf Transparenten sprachen sie sich etwa gegen Waffenexporte aus. Zu der Kundgebung auf dem Schlossplatz hatte ein Bündnis von 81 Verbänden unter dem Motto "halt ! zusammen" eingeladen.
Darmstadt (epd). Die Kriminalpsychologin Katrin Streich sieht Selbstbewaffnung mit Schreckschusspistolen oder Pfefferspray nach den Übergriffen in der Silvesternacht als bedenklich an. "Eine persönliche Aufrüstung birgt hohes Eskalationspotenzial", warnte Streich am Freitag im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).
New York/Genf (epd). UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat das Aushungern Hunderttausender Menschen in Syrien als Kriegsverbrechen angeprangert. Alle Konfliktparteien machten sich des Verbrechens schuldig, sagte Ban am Donnerstag (Ortszeit) in New York. Die Qualen der Menschen in der belagerten Stadt Madaja seien ein neuer Tiefpunkt in dem fast fünf Jahre dauernden Konflikt.
Genf (epd). Die UN haben an die Konfliktparteien in Syrien appelliert, Hilfskonvois den Zugang zu allen belagerten Städten zu ermöglichen. Etwa 15 Orte mit rund 400.000 Menschen seien eingekesselt, betonte der Sprecher des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA), Jens Laerke, am Dienstag in Genf. Hilfslieferungen nur in das belagerte Madaja reichten nicht aus.
Rio de Janeiro (epd). In Kolumbien herrscht Aufbruchstimmung. Die Chancen, den über 50 Jahre währenden Krieg im Land zu beenden, stehen so gut wie nie zuvor. Die Mehrheit der Bewohner unterstützt das Vorgehen von Präsident Juan Manuel Santos, per Dialog mit der größten Guerillagruppe Farc ein Friedensabkommen zu erreichen.
Köln (epd). Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki hat davor gewarnt, die Übergriffe in der Silvesternacht für Diskriminierung und Rassismus zu nutzen. Er sei besorgt, dass nun "viele ihr politisches Süppchen aus diesem dunklen Neujahrsbeginn kochen", sagte er in einer Ansprache, die das Kölner Domradio am Sonntagmorgen senden will.
Den Haag (epd). Unmittelbar nach der Vernichtung der letzten deklarierten Chemiewaffen aus Syrien gibt es Hinweise auf einen erneuten Einsatz von Giftgas. Blutproben deuteten darauf hin, dass mehrere Menschen dem Nervengas Sarin oder einer ähnlichen Substanz ausgesetzt waren, heißt es laut Medienberichten vom Mittwoch in einem Expertengutachten an den UN-Sicherheitsrat.
Berlin (epd). Die Bundeswehr weitet ihren Einsatz in Mali aus. Das Kabinett beschloss am Mittwoch in Berlin die Entsendung von bis zu 500 zusätzlichen Soldaten. Damit wird der laufende Einsatz bei der UN-Mission Minusma von 150 auf bis zu 650 Bundeswehrsoldaten aufgestockt. Im Irak soll die Zahl der Ausbilder für die kurdischen Peschmerga von 100 auf bis zu 150 erhöht werden.
Berlin (epd). Die Massenhinrichtungen in Saudi-Arabien haben eine neue Debatte um einen Export-Stopp für deutsche Rüstungsgüter in das Königreich ausgelöst. Die Bundesregierung will jedoch trotz Kritik aus Opposition und den Kirchen ihren Kurs nicht ändern.
Berlin (epd). Angesichts der Verschärfung des Konflikts zwischen Saudi-Arabien und dem Iran hat die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) ein sofortiges Ende von Rüstungsexporten in die Region gefordert.