Köln/Düsseldorf (epd). Wegen einer Kontroverse um einen Comic aus der Türkei arbeitet das Land Nordrhein-Westfalen bei seinem Präventionsprogramm gegen islamischen Extremismus nicht mehr mit der Ditib zusammen.
Koblenz/Heidelberg (epd). Die rheinland-pfälzische Justiz geht weiter gegen den Heidelberger Friedensaktivisten Hermann Theisen vor. Gegen ein Urteil des Landgerichts Koblenz, das den Atomwaffengegner im Juli freigesprochen hatte, sei Revision eingelegt worden, teilte die Koblenzer Staatsanwaltschaft am Montag auf Nachfrage dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit.
Aachen (epd). Am Donnerstagabend ist der Aachener Friedenspreis verliehen worden. Er ging in diesem Jahr an türkische Wissenschaftler, die wegen ihres Engagements für ein Ende des Militäreinsatzes in den Kurdengebieten unter Repressionen leiden.
Osnabrück (epd). Amnesty International hat dem UN-Sicherheitsrat angesichts der neuen Berichte zum Einsatz von Chemiewaffen in Syrien Tatenlosigkeit vorgeworfen. Kriegsverbrechen in der Region müssten endlich mit aller Kraft verfolgt werden, forderte der Syrien-Experte der Menschenrechtsorganisation, René Wildangel, in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstagsausgabe).
Osnabrück/Berlin (epd). Kinderrechtler haben zum Antikriegstag am 1. September an Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) appelliert, das Eintrittsalter in die Bundeswehr von 17 auf 18 Jahre zu erhöhen. Das Jugendschutzgesetz gelte in der Bundeswehr nicht, beklagte Ralf Willinger vom Kinderhilfswerk terre des hommes.
Bonn (epd). Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung (EAK) hat sich besorgt über Diskussionen zur Wiedereinführung und Ausweitung der Wehrpflicht in Europa geäußert. "Anscheinend setzen viele Regierungen wieder verstärkt auf das Militär angesichts der vielen Konflikte in der Welt", sagte der EAK-Bundesvorsitzende Christoph Münchow anlässlich des Antikriegstages am 1.
Genf (epd). Das Rote Kreuz hat das Verschwinden von Menschen in Konflikten, Naturkatastrophen und auf der Flucht als eine weltweite Tragödie bezeichnet. Mehrere Hunderttausend Männer, Frauen und Kinder würden laut Schätzungen vermisst, erklärte Rot-Kreuz-Präsident Peter Maurer am Montag in Genf. An diesem Dienstag wird der Welttag der Verschwundenen begangen.
Frankfurt am Main (epd). Syrien, Irak, Südsudan oder Jemen: In rund 40 Ländern toben Kriege, mehr als 65 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Auch Dürren, Überschwemmungen und Erdbeben bringen Not und Elend über weite Landstriche. Weltweit zählen die Vereinten Nationen 130 Millionen Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind - mehr denn je seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Oranienburg (epd). Der Schriftsteller Heinrich Mann hatte im Frühsommer 1936 im Exil in Paris noch einmal gewarnt: Sportler, die an den Olympischen Sommerspielen der Nazis in Berlin teilnehmen, würden dort nichts weiter sein als "Gladiatoren, Gefangene und Spaßmacher eines Diktators, der sich bereits als Herr der Welt fühlt". Er behielt recht.