Genf (epd). Das Rote Kreuz hat das Verschwinden von Menschen in Konflikten, Naturkatastrophen und auf der Flucht als eine weltweite Tragödie bezeichnet. Mehrere Hunderttausend Männer, Frauen und Kinder würden laut Schätzungen vermisst, erklärte Rot-Kreuz-Präsident Peter Maurer am Montag in Genf. An diesem Dienstag wird der Welttag der Verschwundenen begangen.
Frankfurt am Main (epd). Syrien, Irak, Südsudan oder Jemen: In rund 40 Ländern toben Kriege, mehr als 65 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Auch Dürren, Überschwemmungen und Erdbeben bringen Not und Elend über weite Landstriche. Weltweit zählen die Vereinten Nationen 130 Millionen Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind - mehr denn je seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Oranienburg (epd). Der Schriftsteller Heinrich Mann hatte im Frühsommer 1936 im Exil in Paris noch einmal gewarnt: Sportler, die an den Olympischen Sommerspielen der Nazis in Berlin teilnehmen, würden dort nichts weiter sein als "Gladiatoren, Gefangene und Spaßmacher eines Diktators, der sich bereits als Herr der Welt fühlt". Er behielt recht.
Oslo (epd). Bei ihren Friedensverhandlungen in Oslo haben sich die Vertreter der philippinischen Regierung und der kommunistischen Rebellen auf einen unbefristeten Waffenstillstand geeinigt. Die entsprechende Vereinbarung wurde am Freitag unterschrieben, wie das norwegische Außenministerium in Oslo mitteilte.
Quito (epd). In Bolivien ist der stellvertretende Innenminister Rodolfo Illanes von streikenden Bergarbeitern getötet worden. Präsident Evo Morales verhängte am Freitagmorgen (Ortszeit) auf einer live übertragenen Pressekonferenz im Regierungspalast eine dreitägige Staatstrauer und sprach von einer Verschwörung gegen die Regierung.
Berlin/Den Haag (epd). Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat den Einsatz chemischer Waffen im Syrien-Krieg auf das Schärfste verurteilt. Steinmeier sprach am Donnerstag in Berlin von einem "skrupellosen und rücksichtslosen Einsatz" gegen die syrische Bevölkerung und einem "vorsätzlichen Bruch des Chemiewaffen-Übereinkommens", der nicht folgenlos bleiben dürfe.
Berlin (epd). Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will an der Aussetzung der Wehrpflicht nicht rütteln. "Eine Wiedereinführung der Wehrpflicht steht überhaupt gar nicht zur Debatte", sagte der Minister am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des neuen Zivilschutzkonzeptes der Bundesregierung zu entsprechenden Äußerungen von Politikern von CDU und CSU.
Rio de Janeiro (epd). Historischer Moment in Kolumbien: Nach mehr als 50 Jahren Gewalt haben die Regierung und die Farc-Guerilla ein Ende des Bürgerkriegs vereinbart. Das berichteten kolumbianische Medien am Mittwoch unter Berufung auf Verhandlungskreise. Dreieinhalb Jahre hatten sich die Gespräche in der kubanischen Hauptstadt Havanna hingezogen, oft von neuen Gefechten begleitet.