Erfurt (epd). Die für den Samstag geplante Präsentation der Bundeswehr auf dem Erfurter Domplatz stößt bei vielen evangelischen Christen der Landeshauptstadt auf deutliche Kritik. Man finde es unpassend, Panzer und anderes militärisches Gerät mit Waffen als "Streichelzoo" zu verniedlichen, sagte Senior des Kirchenkreises Erfurt, Matthias Rein, am Mittwoch in der Landeshauptstadt.
Genf (epd). Der Südsudan ist nach UN-Angaben das gefährlichste Land für humanitäre Helfer weltweit. Seit Beginn des Bürgerkriegs vor viereinhalb Jahren seien 100 Mitarbeiter humanitärer Organisationen im Südsudan getötet worden, erklärte der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock am Montag in Genf. Zudem würden Helfer überfallen, verletzt und ausgeraubt. Entführungen seien an der Tagesordnung.
Karlsruhe/Berlin (epd). Ein am Pfingstmontag in Baden gestarteter Staffellauf für Frieden ist am Samstag in Berlin-Mitte zu Ende gegangen. Seit dem 21. Mai hatten Spaziergänger, Jogger, Marathonläufer und Radfahrer mehr als 1.000 Kilometer zurückgelegt, um gegen Rüstungsexporte zu demonstrieren, teilten die Organisatoren zum Abschluss mit.
Genf/New York (epd). Die Vereinten Nationen haben vor einer Zunahme der Hungerkrise im Südsudan gewarnt. Hunderttausenden Kindern in dem Bürgerkriegsland drohe der Hungertod, erklärte das Hilfswerk Unicef am Freitag in Genf. Mehr als eine Million Jungen und Mädchen im Südsudan seien akut unterernährt.
Köln (epd). Sofije hatte keine Chance, als eine Gruppe von 30 Soldaten in das Haus ihrer Familie eindrang. "Ich habe mich gewehrt, aber ich konnte nicht entkommen", erinnert sich die junge Frau. Vier Männer vergewaltigten die damals 14-Jährige während des Kosovo-Kriegs 1999. Immer noch leidet die heute 33-Jährige unter den Folgen.
Köln (epd). Im Dezember 1992 ist die zentralbosnische Stadt Zenica Zufluchtsort von rund 100.000 vertriebenen Menschen. "Turnhallen, Schulen, alles war voll mit Flüchtlingen", erinnert sich Monika Hauser. Darunter viele Frauen, die vor und auf der Flucht brutal vergewaltigt worden waren. Von dieser Situation hatte die Gynäkologin im heimischen Köln durch Presseberichte erfahren.
Mogadischu (epd). Immer wieder unterbrach Isha Abdule Isaaq ihre Arbeit auf dem Feld und lauschte nach dem bedrohlichen Surren. Häufig bestätigte sich ihre Befürchtung und es näherte sich eine der US-Drohnen, die sie seit etwa zwei Jahren immer wieder in Angst versetzen. Dann blieb der 57-jährigen Somalierin nichts übrig als zu beten, dass keine Bomben fallen.
Hannover (epd). Politiker werden laut Friedensaktivisten durch die gesellschaftliche und mediale Schnelllebigkeit oft zu voreiligen Entscheidungen in internationalen Konflikten gedrängt.