Stuttgart/Berlin (epd). Die Friedensdemonstration, die am 3. Oktober unter dem Motto „Nie wieder kriegstüchtig!“ parallel in Berlin und Stuttgart stattfindet, wird inzwischen von über 450 Gruppen unterstützt. Von den Parteien sind dies das BSW und Teile der SPD.
Hannover (epd). Die Zahl der Kriegsdienstverweigerer hat laut Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) in den vergangenen Monaten stark zugenommen. „Die Zahl der Kriegsdienstverweigerer war lange sehr, sehr gering“, sagte die Politikerin, deren Ressort für den Zivildienst zuständig ist, dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND).
Hamburg (epd). Anlässlich der Verteidigungsübung „Red Storm Bravo“ der Bundeswehr in Hamburg hat es in der Stadt auch am Sonnabend Proteste gegeben. Vom Hauptbahnhof aus startete eine Friedensdemonstration unter dem Motto „NEIN zur NATO-Kriegsübung Red Storm Bravo - JA zur zivilen Entwicklung!“, wie das Bündnis „Kein NATO-Hafen“ mitteilte.
In Berlin hat am Wochenende die bisher größte Demonstration gegen den Krieg in Gaza stattgefunden. Die Veranstalter sprachen von rund 100.000 Menschen an der Siegessäule im Tiergarten. Nicht überall in der Stadt blieb es jedoch friedlich.
Dinslaken (epd). Die Hilfsorganisation Friedensdorf International in Dinslaken lässt seit Jahrzehnten kriegsverletzte Kinder in Deutschland behandeln. Vor elf Jahren waren auch schon Mädchen und Jungen aus Gaza hier. Aber der Krieg habe alles verändert, sagte Claudia Peppmüller im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Bonn (epd). Das Aktionsbündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ hat seine Forderung nach einem Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag erneuert. „Statt nuklear abzurüsten, treibt die Bundesregierung die Stationierung der Tarnkappenbomber F-35 voran, um die Stationierung der neuen, zielgenaueren US-Atomwaffen zu ermöglichen“, erklärte Bündnissprecher Martin Singe am Donnerstag in Bonn.
Waffen nieder, Geiseln freilassen, verhandeln - in einer Erklärung zum Gaza-Krieg fordern die katholischen Bischöfe ein Ende der Gewalt. Frieden bringe letztlich nur die Zwei-Staaten-Lösung. Denn beide Völker hätten ein Recht, dort zu leben.
Fulda, Bonn (epd). Die katholischen Bischöfe in Deutschland blicken derzeit eher skeptisch auf eine Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht. Eine Wehrpflicht stelle erhebliche Eingriffe in die Freiheitsrechte der Betroffenen dar, sagte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, am Donnerstag in Fulda zum Abschluss der Herbst-Vollversammlung.
Berlin (epd). Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat bei den Haushaltspolitikern im Bundestag um mehr Geld für die humanitäre Hilfe geworben. Humanitäre Hilfe sei nicht „irgendeine Wohltat“ oder Luxus, sagte Wadephul am Mittwoch in der Debatte über den Haushalt seines Hauses im Parlament in Berlin.
New York (epd). UN-Generalsekretär António Guterres hat die Kriegsparteien in Nahost, in der Ukraine, im Sudan und andernorts auf der Welt zu einem Ende der Kampfhandlungen aufgerufen. Frieden sei die erste Pflicht der Vereinten Nationen, sagte Guterres zum Auftakt der Generaldebatte bei der 80. Vollversammlung der Vereinten Nationen am Dienstag in New York.