Die evangelische Kirche positioniert sich neu zu Krieg und Frieden. Im Dilemma zwischen biblisch gebotenem Gewaltverzicht und realer Bedrohung zeigt sie Verständnis für Aufrüstung. Nicht allen in der Kirche gefällt das.
Die evangelische Kirche tritt für Frieden ein. Dass zur Sicherung von Frieden unter Umständen auch Gewalt angewendet werden muss, stellt ein neues Grundsatzpapier heraus.
Frieden ist ein zentrales Thema der Kirchen. Die evangelische Kirche hat ein neues Grundsatzpapier vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs und des Nahost-Konflikts veröffentlicht. Nicht alle Protestanten sind mit der Positionierung einverstanden.
Bei der Synode der evangelischen Kirche wird es in diesem Jahr darum gehen, wie sie sich zu den Aufrüstungsbestrebungen verhält. Die EKD-Ratsvorsitzende verteidigt den politischen Kurs der Abschreckung, fordert aber "Abrüstung" in der Sprache.
Hat Israel im Gaza-Streifen einen Genozid verübt? Vor allem in Deutschland ist dieser Begriff umstritten. Der Vorsitzende des Weltkirchenrats, Bedford-Strohm, will die Debatte wieder auf das Leid der Menschen lenken.
Der Begriff "Genozid" kann nach Ansicht des hannoverschen Landesbischofs Meister nicht auf das Vorgehen Israels im Gaza-Streifen bezogen werden. Er reagiert damit auf eine umstrittene Predigt des palästinensischen Bischofs Azar.
Weil er in einem Gottesdienst in Jerusalem von "Völkermord" an den Palästinensern sprach, sorgte der palästinensische Bischof Azar für Empörung. Nun bedauert er, dass seine Worte "Irritation" ausgelöst haben.
Die Koalitionsfraktionen ringen um einen Kompromiss beim Wehrdienst. Im Zentrum steht die Frage: Was bleibt freiwillig, wann wird Dienen in der Bundeswehr zur Pflicht?
Thomas Röwekamp, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses im Bundestag, dringt auf ein verlässliches Verfahren zur Stärkung der Bundeswehr. Losen zur Musterung gehört für ihn nicht dazu.
Das Nato-Bündnis erhält im kommenden Jahr den renommierten Preis des Westfälischen Friedens. Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden hat mit Befremden auf die Auszeichnung reagiert.