Berlin (epd). Die katholische Kommission „Justitia et Pax“ warnt vor einem ungerechten Frieden in der Ukraine. „Kein politischer Prozess darf die legitime Selbstbestimmung der Ukraine relativieren“, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz, am Mittwoch in Berlin. Das wäre politisch kurzsichtig und ethisch untragbar.
Hannover (epd). Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej) fordert angesichts der geplanten Reform des Wehrdienstes eine bessere Bezahlung der Freiwilligendienste. Junge Menschen sollten sich ohne wirtschaftlichen Druck zwischen Wehrdienst und Freiwilligendiensten entscheiden können, teilte die aej am Mittwoch in Hannover mit.
Die bayerische Landeskirche will ihr Beratungsnetzwerk rund um den Wehrdienst wieder aufbauen. Zusammen mit der Evangelischen Jugend setzt sie sich für einen freiwilligen Wehrdienst ein. Die landeskirchliche Beratung soll ergebnisoffen sein.
Jüdische Gemeinden registrieren seit dem Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel in Deutschland einen zunehmenden Judenhass. Der westfälische Verband jüdischer Gemeinden sieht auch das christlich-jüdische Verhältnis belastet.
Die neue Friedensdenkschrift der EKD rechtfertigt den Einsatz militärischer Mittel, wenn er für den Schutz von Menschen notwendig ist. Der katholische Militärbischof Overbeck begrüßt den Ansatz und verweist auf den Ukraine-Krieg.
Trotz des Waffenstillstandes im Gaza-Streifen können noch immer nicht alle Menschen versorgt werden. Bislang lieferte das Welternährungsprogramm 40.000 Tonen Lebensmittel.
Die Fragen um Krieg und Frieden sind laut Bischof Thomas Adomeit immer mit Schuldverstrickungen verbunden. Friedensethik sei auch eine Frage des persönlichen inneren Friedens und nach dem Miteinander in einer Gesellschaft.
Beim Wehrdienst hat sich die Koalition in Berlin in der vergangenen Woche auf ein freiwilliges Modell geeinigt. Unterdessen klettert die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung einem Zeitungsbericht zufolge auf ein neues Hoch.