Frankfurt a.M. (epd). „Ich wurde von Schreckensbildern verfolgt, hörte das Stöhnen der gequälten Opfer, die Schreie der Kinder und das Hämmern eines laufenden Motors.“ Rudolf Reder (1881-1968), Jude aus Lemberg, leistete vier Monate lang im Vernichtungslager Belzec Zwangsarbeit. Er gehörte zum „ständigen Todeskommando“ - und legte später Zeugnis ab von unfassbaren Gräueltaten.
Bonn (epd). Mit Blick auf den Weltklimagipfel warnt das Konsortium Ziviler Friedensdienst vor dem wachsenden Konfliktpotenzial der Klimakrise. „Der Druck auf Umwelt und Ressourcen verschärft bestehende Konflikte und bringt neue hervor“, erklärte das Konsortium am Mittwoch in Bonn. Schon heute bedrohe der Klimawandel die Lebensbedingungen vieler Menschen.
Frankfurt a.M./Khartum (epd). Ein neuer Militärputsch im Sudan hat international Kritik und Besorgnis ausgelöst. Der UN-Sonderbeauftragte für den Sudan, Volker Perthes, erklärte am Montag, die mutmaßliche Festsetzung des Ministerpräsidenten und anderer Politiker sei inakzeptabel.
Frankfurt a.M. (epd). Die simbabwische Autorin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga hat am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten.
Bielefeld (epd). Das Konfliktforschungsinstitut in Bielefeld fordert von der neuen Bundesregierung ein Sonderförderprogramm zur Erforschung von Hasskriminalität und Prävention.
Karlsruhe (epd). Zwei ehemalige Bundeswehrsoldaten sollen den Aufbau einer paramilitärischen Einheit für den Einsatz im Bürgerkrieg im Jemen geplant haben. Wie die Bundesanwaltschaft am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte, hatten die am frühen Morgen festgenommenen Männer vor, eine unter ihrem ausschließlichen Kommando stehende Söldnertruppe aufzubauen.
Bremen (epd). Der zehnte Bremer Friedenspreis der Stiftung „Die Schwelle“ ehrt in diesem Jahr Aktivisten, die sich für Menschen in den Kriegs- und Krisengebieten einsetzen.
Frankfurt a.M., Itzehoe (epd). Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft wiegt schwer: Als frühere Schreibkraft im Konzentrationslager Stutthof soll die heute 96-jährige Irmgard F. mit ihrer Arbeit Beihilfe zum Mord an mehr als 11.000 inhaftierten Juden, Partisanen und sowjetischen Kriegsgefangenen geleistet haben.