Wie sammelt man Beweise für einen Völkermord? Drei ukrainische Wissenschaftlerinnen flohen vor einem Jahr aus ihrem Land nach Regensburg. Seitdem beschäftigen sie sich mit Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen des russischen Aggressors.
Dass Russlands Angriffskrieg gegen das Völkerrecht verstößt, darüber ist sich die Friedensbewegung einig. Auf die Frage aber, wie die Logik des Krieges durchbrochen werden könnte, gibt unter Friedensaktivisten keine einfachen Antworten.
Kinder leiden laut "Save the Children" am stärksten unter den Folgen des Ukraine-Krieges. Viele von ihnen lebten in ständiger Angst, wenn sie nicht selbst umkommen oder verletzt werden. Im Kampf ums Überleben komme auch Bildung zu kurz.
Bonn (epd). Zum Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine am 24. Februar ruft die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) zum Friedensgebet auf. Klage, Sorge und die Hoffnung auf Frieden sollten im Gebet vor Gott gebracht werden, sagte das EAK-Vorstandsmitglied Sabine Müller-Langsdorf am Montag in Bonn.
Durch den russischen Angriff auf die Ukraine ist die Diskussion über die ethische Legitimität von Waffenlieferungen in der evangelischen Kirche erneut auf die Tagesordnung gerückt. Die Kirche muss ihr Verhältnis zu Krieg und Frieden neu bestimmen.
Berlin (epd). In der Debatte über das Für und Wider von Waffenlieferungen an die Ukraine hat der Berliner Bischof Christian Stäblein appelliert, Gemeinsamkeiten nicht aus dem Blick zu verlieren. „Uns eint die Sehnsucht nach Frieden“, sagte er am Samstag im „Wort des Bischofs“ im RBB-Radio und fügte hinzu: „nach einem Frieden, der diesen Namen verdient“.
Siegen (epd). Die öffentliche Debatte über den Ukraine-Krieg ist nach Beobachtung des Sprachwissenschaftlers Friedemann Vogel ähnlich polarisiert wie in der Corona-Pandemie. Jede Äußerung werde umgehend als Positionierung gelesen, sagte Vogel dem Evangelischen Pressedienst (epd): „Immer wird die Frage gestellt: Auf welcher Seite stehst Du?
Margot Käßmann gehört zu den Erstunterzeichnerinnen des Manifests von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer. In mehreren Medien hat die evangelische Theologin ihre Unterschrift unter die umstrittene Petition zum Krieg in der Ukraine nun verteidigt.