Osnabrück (epd). Hochrangige Kirchenvertreter haben am Sonntag anlässlich des 375. Jahrestags des Osnabrücker Handschlags die Sehnsucht vieler Menschen auf Frieden unterstrichen. Der Handschlag leitete am 6. August 1648 den Westfälischen Frieden ein und damit das Ende des Dreißigjährigen Krieges.
Nach dem Putsch im Niger bittet der abgesetzte Präsident Bazoum das Ausland um Hilfe bei der Rückkehr zur Demokratie. Ein Ultimatum des regionalen Staatenbundes Ecowas läuft am Sonntag aus.
Kampala, Niamey (epd). Nach dem Putsch gegen den Niger verhängte Sanktionen könnten nach Einschätzung des Sahel-Experten Olaf Bernau die Macht der Generäle festigen. „Die Wirtschaftssanktionen von Ecowas werden die ökonomische Krise weiter verschärfen“, sagte der Soziologe und Publizist dem Evangelischen Pressedienst (epd).
Seit mehr als einer Woche halten sich die Putschisten im Niger an der Macht. Die Sanktionen der Ecowas-Staaten kritisieren sie scharf - und in der Hauptstadt Niamey zeigen sich Unterstützer der Militärs auf der Straße.
Unter der NS-Diktatur wurden im Rheinland und in der Pfalz Hunderte Kinder zwangsweise sterilisiert, weil deren Väter französische Kolonialsoldaten waren. Auch nach 1945 interessierte sich lange Zeit kaum jemand für dieses Unrecht.
Bonn, Hannover (epd). Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Friedrich Kramer, hat zu mehr Einsatz für eine atomwaffenfreie Welt aufgerufen. Die Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki vor 78 Jahren seien eine Verpflichtung für die Menschheit, alles dafür zu tun, erklärte Kramer am Mittwoch in Bonn.
Jaunde/Niamey (epd). Der vom Militär abgesetzte nigrische Premierminister Ouhoumoudou Mahamadou hat vor den möglichen Folgen der gegen sein Land verhängten Sanktionen gewarnt. Die finanziellen Sanktionen der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas könnten zu einer Katastrophe für die Bevölkerung im Niger führen, sagte Mahamadou dem französischen Nachrichtensender RFI am Montag.
Hinter dem Militärputsch im Niger steht offenbar der Chef der Präsidentengarde, General Tchiani. Hilfsorganisation sind besorgt über die Entwicklung in dem Sahel-Staat.
Ein weiterer Sahel-Staat ist offenbar in die Hände des Militärs gefallen: Im Niger haben Teile der Streitkräfte nach eigenen Angaben die Regierung abgesetzt. Das dürfte auch Folgen für den Abzug der Bundeswehr aus Mali haben.
Brüssel (epd). Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat große Besorgnis über die Lage im umkämpften Sudan geäußert. „Die Europäische Union ist entsetzt über die Brutalität und die völlige Missachtung der Zivilbevölkerung durch die Krieg führenden Parteien“, erklärte Borrell am Donnerstag in Brüssel.