Zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitung (ZKB) ist die Bearbeitung von potentiell gewaltträchtigen Konflikten durch konstruktive Methoden, die auf Gewaltanwendung verzichten. Zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitung ist eine Alternative zum Versuch mit Waffengewalt Konflikte einzudämmen. Sie befördert im In- und Ausland eine neue Konfliktkultur. Entsprechende Instrumente wie der Zivile Friedensdienst (ZFD) oder das Zentrum für internationale Friedenseinsätze (ZIF) sind auf staatliche Förderung angewiesen – auch für den Einsatz in Deutschland.

Zivile Konfliktbearbeitung

Reformation heute – Gewalt absagen und Frieden wagen

Das Reformationsjahr 2017 wird von der evangelischen Kirche in Deutschland groß gefeiert. Die evangelische „Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden“ (AGDF) möchte zu diesem Jubiläum einen Beitrag leisten und sich dabei kritisch mit der reformatorischen Geschichte auseinandersetzen, wobei der Fokus auf Gewalt und Gewaltfreiheit liegen soll.

Westfälischer Friedenspreis ehrt Flüchtlingshilfe und Friedensdienst

Münster (epd). Der jordanische König Abdullah II. hat für die Aufnahme Hunderttausender Flüchtlinge in seinem Land und seine Nahost-Friedensbemühungen den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens erhalten. Abdullah und seine Landsleute hätten Maßstäbe für Humanität und Mitmenschlichkeit gesetzt, sagte Bundespräsident Joachim Gauck am Samstag bei der Preisverleihung in Münster.

Friedensverband fordert Geld für Entwicklung statt Militär

Bonn (epd). Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) aufgefordert, auf die Aufstockung des Wehretats zu verzichten. Stattdessen solle das Geld für zivile Strategien der Prävention und Konfliktbearbeitung genutzt werden, erklärte die EAK in einem am Donnerstag in Bonn veröffentlichten Brief.

EAK: Bundesregierung muss von Plänen einer „militärischen Trendwende“ Abstand nehmen

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) hat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen in einem Brief aufgefordert, auf die Aufstockung des Wehretats um fünf Milliarden Euro auf rund 39 Milliarden Euro bis 2020 zu verzichten und stattdessen diese Gelder zivilen Strategien der Prävention und Konfliktbearbeitung zur Verfügung zu stellen.

Die Europäische Friedenspolitik darf nicht militarisiert werden

Die evangelische Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat vor einer schleichenden Militarisierung der Politik der Europäischen Union gewarnt. Anlass dafür sind die von der EU-Kommission im Juli vorgeschlagene Ausweitung des Instruments für Stabilität und Frieden, um so auch die militärische Ertüchtigung in Drittstaaten zu ermöglichen.

Horst Scheffler bleibt Vorsitzender der AGDF

Pfarrer Horst Scheffler ist von der Mitgliederversammlung der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) in Wiesbaden in seinem Amt als Vorsitzender einstimmig bestätigt worden.

"Die Kriege und Konflikte warten nicht"

Bonn (epd). In den Kriegs- und Krisengebieten der Welt ist nachhaltiger Frieden nach Ansicht von Aktivisten nur möglich, wenn Frauen in Friedensgespräche gleichberechtigt eingebunden sind.

Erneute Debatte über Fremdenhass im Osten

Berlin (epd). Mit ihrer Warnung vor wirtschaftlichen Risiken durch Rechtsextremismus hat die Ostbeauftragte Iris Gleicke (SPD) eine neuerliche Debatte über einen in Ostdeutschland besonders ausgeprägten Fremdenhass ausgelöst.

Papst bei Friedenstreffen: "Wir dürfen nicht gleichgültig bleiben"

Rom (epd). Papst Franziskus hat beim interreligiösen Friedenstreffen in Assisi eine mangelnde Bereitschaft reicher Länder zur Aufnahme von Flüchtlingen kritisiert. Menschen, die im Bombenhagel lebten oder vor Bomben flüchteten, begegneten häufig einem "betäubenden Schweigen der Gleichgültigkeit", beklagte das katholische Kirchenoberhaupt am Dienstag.