Zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitung (ZKB) ist die Bearbeitung von potentiell gewaltträchtigen Konflikten durch konstruktive Methoden, die auf Gewaltanwendung verzichten. Zivile, gewaltfreie Konfliktbearbeitung ist eine Alternative zum Versuch mit Waffengewalt Konflikte einzudämmen. Sie befördert im In- und Ausland eine neue Konfliktkultur. Entsprechende Instrumente wie der Zivile Friedensdienst (ZFD) oder das Zentrum für internationale Friedenseinsätze (ZIF) sind auf staatliche Förderung angewiesen – auch für den Einsatz in Deutschland.

Zivile Konfliktbearbeitung

"Rebellion gegen Gott"

Frankfurt a.M./Würzburg (epd). Ein Haufen empörter Adliger zieht hinauf zur Prager Burg. Mit Degen und Pistolen in den Händen stellen die protestantischen Vertreter der böhmischen Stände die Statthalter des katholischen Königs zur Rede. Sie fürchten um die Religionsfreiheit. Die Lage eskaliert schnell: Die Adligen packen die Statthalter sowie einen Sekretär und werfen sie aus dem Fenster.

Völlig unpassende Vereinnahmung von Erasmus von Rotterdam durch AfD

Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) hat die Pläne der AfD, die „Desiderius-Erasmus-Stiftung“ als parteinahe Stiftung anzuerkennen, scharf kritisiert. „Erasmus von Rotterdam steht für Weltoffenheit, Toleranz, Humanität, Frieden.

Ranghohe Religionsvertreter gründen jüdisch-christlichen Verein

Köln (epd). Mit einem neuen Verein wollen ranghohe Juden, Katholiken und Protestanten auf die Bedeutung des Judentums für Deutschland aufmerksam machen. Der Verein "321: 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" ist am Mittwochabend in der Kölner Synagogengemeinde gegründet worden, wie ein Pressesprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd) mitteilte.

Landessynode fordert striktes Waffenexportgesetz

Die Landessynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hat auf ihrer Frühjahrstagung ein Wort „Die Landeskirche auf dem Weg zur Kirche des gerechten Friedens“ verabschiedet. Die Landessynode fordert darin „ein striktes und verbindliches Waffenexportgesetz, um die bisherige geheime, willkürliche und ausufernde Praxis der Exportgenehmigungen zu beenden.

Aktion Sühnezeichen feiert 60-jähriges Bestehen

Berlin (epd). Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) feiert das 60-jährige Bestehen der Organisation Ende Mai mit mehreren Veranstaltungen. ASF-Geschäftsführerin Dagmar Pruin sagte am Montag in Berlin, dass sich die Organisation auch künftig für eine kritische und sensible Auseinandersetzung mit den Folgen der nationalsozialistischen Verbrechen engagieren werde.

Ostermarschierer fordern Abrüstung und Stopp von Waffenexporten

Bonn/Dortmund (epd). Bei den bundesweiten Ostermärschen sind in diesem Jahr wieder Tausende Aktivisten für Frieden und Abrüstung auf die Straße gegangenen. Das Netzwerk Friedenskooperative in Bonn verzeichnete rund 100 Demonstrationen und Kundgebungen.

EAK: Pazifistische Stimme in der Kirche ist erforderlich

Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) will künftig verstärkt die vielfältigen Aktivitäten in der Friedensarbeit in den Landes- und Freikirchen in den Blick nehmen und Möglichkeiten des Erfahrungsaustausches zwischen den Akteuren innerhalb der EKD und der Freikirchen schaffen.

„Aufruf zur Nachfolge“ in Arusha verfasst

Die Teilnehmenden der Konferenz für Weltmission und Evangelisation (CWME) des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), darunter auch der EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms (Bremen), haben am 13. März, dem letzten Tag der Konferenz, einen „Aufruf zur Nachfolge“ verfasst und verkündet. Mehr als 1.000 Menschen hatten sich in Tansania für die CWME versammelt.

Friedensdekade: Petition fordert Entschuldigung bei Uwe Steimle

Dresden/Leipzig/Frankfurt a.M. (epd). Nach der Abberufung des Dresdner Kabarettisten Uwe Steimle als Schirmherr der Ökumenischen Friedensdekade 2018 fordern mehrere Tausend Unterzeichner einer Online-Petition eine Entschuldigung der Organisatoren.