Immense Staatsausgaben werden für Rüstung ausgegeben. Deutschland ist einer der größten Waffenproduzenten und -exporteure der Welt. Die Kirchen sind sich einig, dass Rüstungsexporte restriktiv geregelt werden müssen und in Krisengebiete verboten werden sollten. Auch angesichts kriegerischer Auseinandersetzungen stellt sich die Frage nach (Auf- bzw. Ab-)Rüstung neu und fordert eine Positionierung heraus.

Rüstung

Mehr als 20.000 Teilnehmer bei den Ostermärschen

Frankfurt a.M. (epd). An den diesjährigen Ostermärschen in ganz Deutschland haben sich nach Schätzungen der Veranstalter mehr als 20.000 Menschen beteiligt. Das sei eine stärkere Beteiligung als im Vorjahr, sagte Willi van Ooyen vom zentralen Ostermarschbüro in Frankfurt dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Ostermarschierer in Büchel fordern Abzug der Atomwaffen

Büchel (epd). Rund 120 Friedensaktivisten haben am Ostermontag in Büchel in der Eifel für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland und gegen deren geplante Modernisierung demonstriert. Der Bücheler Ostermarsch vor dem Bundeswehr-Fliegerhorst stand unter dem Motto "Stopp der atomaren Aufrüstung in Deutschland und weltweit".

Käßmann ruft zum Einsatz für den Frieden auf

Hannover (epd). Die evangelische Theologin Margot Käßmann hat dazu aufgerufen, sich stärker für den Frieden einzusetzen. "Wir können das Leid unserer Tage nicht bequem auf andere abwälzen", sagte die Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum 2017 am Sonntag in einem ökumenischen Gottesdienst in der Marktkirche von Hannover.

Nordkirche fordert Ende des Bundeswehr-Einsatzes in Syrien

Lübeck-Travemünde (epd). Die evangelische Nordkirche hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Beteiligung am Militäreinsatz in Syrien zu beenden. Notwendig seien Alternativen, um die Spirale der Gewalt zu durchbrechen, heißt es in einem Beschluss der Landessynode (Kirchenparlament) am Samstag in Lübeck-Travemünde.

Friedensforschungsinstitut Sipri: Weltweiter Waffenhandel legt zu

Stockholm (epd). Das Geschäft mit dem weltweiten Waffenhandel wächst. Der Handel mit Rüstungsgütern nahm zwischen 2011 und 2015 um 14 Prozent zu verglichen mit dem Zeitraum von 2006 bis 2010, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag bekanntgab. Zuvor war der internationale Markt mit wenigen Ausnahmen etwa 20 Jahre lang geschrumpft.

"Grenzen öffnen für Menschen - Grenzen schließen für Waffen"

"Die Gesamtbilanz dieses zweiten Jahres der christlich-sozialen Regierungskoalition zeigt keinesfalls die vor der Bundestagswahl versprochene und von uns allen erhoffte Trendwende", sagt Jürgen Grässlin, Sprecher der Kampagne ‚Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!‘ und der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK).

Rüstungsexporte stark gestiegen

Berlin (epd). Im vergangenen Jahr sind so viele Ausfuhrgenehmigungen für deutsche Rüstungsgüter erteilt worden wie seit Jahren nicht. Dennoch ist nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ein Kurswechsel zu einer restriktiveren Rüstungspolitik eingeleitet worden.