Kirche und Militär stehen in ambivalenter Beziehung. Einerseits hat in den Kirchen die Position des radikalen Pazifismus seinen Platz. Andererseits legitimieren kirchliche Stellungnahmen den Einsatz des Militärs als letztes Mittel zur Selbstverteidigung oder auch in einer Schutzverantwortung für andere. Gerade in der Bundesrepublik Deutschland verbinden Verträge Kirche und Staat, auch in Bezug auf die Seelsorge in der Bundeswehr. Dieses Spannungsfeld bedarf der stetigen und profunden Gewissensbildung, Meinungsfindung und Handlungsbegründung auf individueller, kirchlicher und staatlicher Ebene.

Militär

Experte: Grundsatzdebatte über Bundeswehreinsatz in Mali nötig

Frankfurt a.M. (epd). Nach dem erneuten Putsch in Mali fordert der Afrika-Experte Denis M. Tull eine Grundsatzdebatte über die Ziele des Bundeswehreinsatzes in dem westafrikanischen Land. Das strategische Ziel der internationalen Militäreinsätze mit Bundeswehrbeteiligung sei unklar, sagte Tull dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag.

Erster Militärbundesrabbiner wird in Amt eingeführt

Leipzig/Berlin (epd). Sachsens Landesrabbiner Zsolt Balla wird am 21. Juni in Leipzig als Militärbundesrabbiner eingeführt. Damit werde es erstmals nach rund 100 Jahren und 76 Jahre nach dem Holocaust wieder jüdische Kirchliche Friedensarbeit in der deutschen Armee geben, teilte der Zentralrat der Juden am Donnerstag in Berlin mit.

Militär setzt Übergangspräsidenten in Mali ab

Frankfurt a.M./Bamako (epd). Im westafrikanischen Mali hat das Militär erneut Teile der Regierung abgesetzt. Übergangspräsident Bah N’Daw und Ministerpräsident Moctar Ouane seien ihrer Ämter enthoben worden, erklärte ein Militärsprecher im Namen des Vizepräsidenten General Assimi Goïta am Dienstag im staatlichen Rundfunk ORTM.

Bundestag verlängert Bundeswehreinsatz in Mali

Berlin (epd). Die Bundeswehr beteiligt sich ein weiteres Jahr am UN-Blauhelmeinsatz Minusma in Mali. Der Bundestag beschloss am Mittwochabend mit der Mehrheit der Stimmen eine Verlängerung des Mandats bis Ende Mai 2022. Der Einsatz soll das Land beim Kampf gegen islamistische Terroristen und bei der Umsetzung des Friedensabkommens von 2015 unterstützen.

Bundeswehrverband: Afghanistan-Abzug wird sich nicht verzögern

Hannover (epd). Ungeachtet der anhaltend schweren Kämpfe in Afghanistan geht der Bundeswehrverband nicht davon aus, dass sich der bis Herbst geplante Abzug der deutschen Soldaten aus dem asiatischen Land verzögert. „Das ist nicht möglich“, sagte der Vorsitzende des Bundeswehrverbands, André Wüstner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Montag). „Die USA geben den Takt vor.

Bundeswehr in Mali: An der Grenze des Machbaren

Frankfurt a.M./Bamako (epd). Mehrmals im Jahr wehen die Flaggen an den Kasernen der Militärmission Minusma auf Halbmast - immer dann, wenn ein Soldat oder Mitarbeiter getötet wurde. Seit dem Beginn des Einsatzes im westafrikanischen Mali im Jahr 2013 kamen fast 250 Soldaten und Mitarbeiter ums Leben.

AGDF: Rüstungsexporte müssen Thema im Bundestagswahlkampf sein

Die steigenden Rüstungsausgaben, die Militäreinsätze, aber auch Erfolg versprechende Alternativen zur Förderung von Frieden und Sicherheit in der Welt müssen nach Ansicht der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) ein wichtiges Thema im kommenden Bundestagswahlkampf sein.