Kirche und Militär stehen in ambivalenter Beziehung. Einerseits hat in den Kirchen die Position des radikalen Pazifismus seinen Platz. Andererseits legitimieren kirchliche Stellungnahmen den Einsatz des Militärs als letztes Mittel zur Selbstverteidigung oder auch in einer Schutzverantwortung für andere. Gerade in der Bundesrepublik Deutschland verbinden Verträge Kirche und Staat, auch in Bezug auf die Seelsorge in der Bundeswehr. Dieses Spannungsfeld bedarf der stetigen und profunden Gewissensbildung, Meinungsfindung und Handlungsbegründung auf individueller, kirchlicher und staatlicher Ebene.

Militär

AGDF: Zehn Jahre nach Aussetzung der Wehrpflicht: Freiwilligendienste verstärkt fördern

Zehn Jahre nach Aussetzen der Wehrpflicht hat die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) die positive Entwicklung der Freiwilligendienste betont und gleichzeitig deren stärkere Unterstützung durch den Staat angemahnt. „Der Umbau vom Zivildienst zu Freiwilligendiensten ist gelungen, es gibt kein sinnvolles Zurück zu Pflichtdiensten“, so AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister.

Kabinett billigt weitere Bundeswehrbeteiligung an EU-Marinemissionen

Berlin (epd). Das Bundeskabinett hat eine Verlängerung der Bundeswehreinsätze im Mittelmeer und am Horn von Afrika gebilligt. Wie die Bundesregierung am Mittwoch mitteilte, sollen deutsche Streitkräfte weiter an den EU-Marinemissionen "Irini" und "Atalanta" teilnehmen. Voraussitzung ist die Zustimmung des Bundestags. 

Gewissensfragen in der Bundeswehr

Berlin (epd). Der Begriff "Innere Führung" ist die Chiffre für die Besonderheit des deutschen Militärs. Bei der Gründung der Bundeswehr definierte sie als Lehre aus der Mitschuld der Streitkräfte an den Verbrechen im Nationalsozialismus ein neues Verständnis des Soldaten - als "Staatsbürger in Uniform", der dem Grundgesetz und seinem Gewissen verpflichtet ist.

Militärbischof kritisiert Pläne für Ethikunterricht in der Bundeswehr

Berlin (epd). Die evangelische Kirche kritisiert Pläne für eine neue Dienstvorschrift für den ethischen Unterricht in der Bundeswehr. Neben politische und historische Bildung soll ethische Bildung als dritte Säule gestellt werden, sagte der Militärbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bernhard Felmberg, dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Soldaten helfen im Caritas-Heim den Pflegkräften

Bremen (epd). Zwei Bundeswehrsoldaten sind zurzeit im zivilen Einsatz in einem Bremer Altenheim. Die beiden Fallschirmjäger aus Seedorf unterstützten und entlasteten dort die Pflegekräfte, sagte Bremens Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) bei einem Besuch des katholischen Altenheims St. Elisabeth im Stadtteil Schwachhausen. Sie sei froh und dankbar für die Unterstützung.

Regierung wirbt für Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes

Berlin (epd). Außenminister Heiko Maas (SPD) und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) haben im Bundestag für die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan geworben. Maas verteidigte am Donnerstag in Berlin bei der ersten Lesung des Mandatentwurfs den weiteren Einsatz der deutschen Streitkräfte am Hindukusch. 

Militärbischof: Bundeswehr muss Entwicklung bei Drohnen mitgehen

Frankfurt a.M. (epd). Der evangelische Militärbischof Bernhard Felmberg hält den Einsatz von Drohnen bei der Bundeswehr für eine logische Folge technischen Fortschritts. Entwicklungen gerade im technischen Bereich könnten durch Verweigerung nur selten aufgehalten werden.

Högl fordert mehr politische Bildung in der Truppe

Berlin (epd). Als Konsequenz aus rechtsextremen Vorfällen in der Bundeswehr hat die Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Högl (SPD), einen Ausbau der politischen Bildung und schnellere Verfahren vor den Truppengerichten gefordert. Bei der politischen Bildung müsse es noch einmal einen Schub geben, sagte Högl am Dienstag bei Vorstellung ihres ersten Jahresberichts als Wehrbeauftragte in Berlin.

Keine guten Perspektiven für Afghanistan

Dubai/Kabul (epd). Die meisten Delegierten sind längst zurück in Kabul: Seit einem Monat stocken die Verhandlungen zwischen afghanischen Regierungsvertretern und den aufständischen Taliban im Wüstenemirat Katar. Die Taliban "wollen die alleinige Macht", klagte Afghanistans Sicherheitsberater Hamdullah Mohib am Wochenende. Frieden sei überhaupt nicht das Ziel der Aufständischen.