Kirche und Militär stehen in ambivalenter Beziehung. Einerseits hat in den Kirchen die Position des radikalen Pazifismus seinen Platz. Andererseits legitimieren kirchliche Stellungnahmen den Einsatz des Militärs als letztes Mittel zur Selbstverteidigung oder auch in einer Schutzverantwortung für andere. Gerade in der Bundesrepublik Deutschland verbinden Verträge Kirche und Staat, auch in Bezug auf die Seelsorge in der Bundeswehr. Dieses Spannungsfeld bedarf der stetigen und profunden Gewissensbildung, Meinungsfindung und Handlungsbegründung auf individueller, kirchlicher und staatlicher Ebene.

Militär

Landesbischof Gohl: "Ja, ich würde Soldaten segnen"

Stuttgart (epd). Der württembergische Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl hat sich dagegen ausgesprochen, sämtliche Kriegsdenkmäler aus Kirchen zu entfernen. „Ich würde sagen, dass kirchliche Gebäude auch immer Abbild ihrer Geschichte sind, in denen sich Generationen verewigt haben“, sagte er im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) anlässlich des Volkstrauertages am Sonntag (17.

Friedensverbände: Kirche muss zu "Neuem Wehrdienst" beraten

Bonn (epd). Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) fordern von der evangelischen Kirche den Aufbau von Beratungsangeboten für junge Menschen, die von der Bundesregierung zur „Neuen Wehrpflicht“ befragt werden.

„Neuer Wehrdienst“ in unsicheren Zeiten als Herausforderung für die Kirche

Angesichts der Vorschläge von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius zu einem „Neuen Wehrdienst“ haben die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) im Vorfeld der kommenden EKD-Synode in Würzburg die evangelische Kirche aufgefordert, Räume zu schaffen, in denen junge Menschen miteinander

Ukraine: Bischof befürchtet Einzug von Priestern zum Kriegsdienst

München (epd). Der römisch-katholische Bischof von Kiew-Schytomyr, Witalij Krywyzkyj, befürchtet nach Angaben von „Kirche in Not“, dass auch Priester zum Fronteinsatz im Ukraine-Krieg herangezogen werden könnten. „Die ukrainischen Behörden sind sehr säkular eingestellt.

Habeck: Grundpazifistische Haltung heute nicht mehr praxistauglich

Essen, Berlin (epd). Vizekanzler Robert Habeck sieht die Grünen auch angesichts der Befürwortung von Waffenlieferungen an die Ukraine als Friedenspartei. Die Bedingungen des Friedens hätten sich geändert, sagte Habeck in einem Podcast der Essener Funke Mediengruppe. In den 80er Jahren sei Frieden eher durch weniger Waffen möglich gewesen.

Sorge nach Beschuss von Blauhelmen im Libanon

Bei den Kämpfen zwischen Israel und der Hisbollah geraten auch die im Südlibanon stationierten Blauhelme immer wieder unter Beschuss. UN-Generalsekretär Guterres warnt: Solche Attacken können als Kriegsverbrechen gewertet werden.

Israels Armee verletzt UN-Soldaten im Libanon

Genf (epd). Die israelischen Streitkräfte haben nach UN-Angaben am Donnerstag im Libanon zwei Blauhelmsoldaten durch Beschuss verletzt. Ein Panzer Israels habe auf einen Beobachtungsturm des Hauptquartiers der Friedenstruppe Unifil in der Stadt Naqoura gefeuert, teilte die UN-Mission im Libanon auf der Internetplattform X mit.