Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Bedford-Strohm: "Bedingungslose Solidarität" mit jüdischer Gemeinde

München (epd). Angesichts antisemitischer Angriffe in Deutschland hat der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm der jüdischen Gemeinde seine Solidarität zugesichert. „Antisemitismus ist keine Meinung. Er ist einfach nur schrecklich“, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd). An dieser Stelle fühle er „bedingungslose Solidarität mit den Jüdinnen und Juden“.

Weltweit Entsetzen nach Beschuss von Krankenhaus in Gaza

Nach dem Beschuss eines Krankenhauses im Gaza-Streifen wird international Aufklärung gefordert. Das Leid der Bevölkerung wird immer unerträglicher. UN-Generalsekretär Guterres sendet einen dramatischen Appell und verlangt eine Feuerpause.

Ourghi: Muslimischer Antisemitismus liegt nicht an Gründung Israels

München/Freiburg (epd). Den muslimischen Antisemitismus und Antijudaismus kann man nach Ansicht des Freiburger Islamwissenschaftlers Abdel-Hakim Ourghi nicht nur auf die politischen Folgen nach der Gründung des Staates Israels zurückführen.

Landesbischof Kramer nennt Hamas-Terror ein "Pogrom"

Magdeburg, Weimar (epd). Der evangelische mitteldeutsche Landesbischof Friedrich Kramer hat dazu aufgerufen, Judenhass entschieden zu bekämpfen. „Die Solidarität unserer Kirchen mit dem jüdischen Volk und das Existenzrecht Israels stehen nie infrage“, schreibt Kramer in einem Kommentar für die in Weimar erscheinende evangelische Wochenzeitung „Glaube + Heimat“ (Ausgabe 22. Oktober).

Käßmann: Hoffnung wachhalten in schwierigen Zeiten

Leipzig (epd). Die evangelische Theologin Margot Käßmann ruft angesichts der angespannten Weltlage dazu auf, jenseits von Waffen nach Konfliktlösungen zu suchen. „Ich will nicht sagen, dass die pazifistische Grundhaltung die einzig mögliche sei“, sagte Käßmann am Montag laut Redemanuskript in der Leipziger Nikolaikirche.

UN: Massenflucht aus dem Norden Gazas hält an

Im Gaza-Streifen haben rund eine Million Menschen ihre Wohngebiete verlassen. Sie fürchten den Einmarsch der israelischen Armee, die einen massiven Schlag gegen die Terrorgruppe Hamas plant.

Autor Kermani wertet Lage in Nahost als neuen 30-jährigen Krieg

Köln (epd). Der Kölner Schriftsteller und Friedenspreisträger Navid Kermani charakterisiert die Lage in Nahost als neuen Dreißigjährigen Krieg. Spätestens seit 2003 breche ein Land nach dem anderen auseinander, werde ein Land nach dem anderen von Gewalt, Vertreibung, Bürgerkrieg und Terror heimgesucht, sage er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag).