Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Daher ist es Aufgabe der Politik, aber auch der Gesellschaft weltweit die Ursachen für kriegerisch ausgetragene Krisen zu verhindern, nationaler Machtpolitik Grenzen zu setzen und internationale Institutionen zu stärken und kriegs- und gewaltfördernde Strukturen und die Rolle des Militärs kritisch zu hinterfragen.

Konflikte und Kriege

Islamvertreter: Deutlich mehr Anschläge auf Moscheen

Frankfurt a.M. (epd). Islamvertreter zeigen sich besorgt über eine Zunahme anti-muslimischer Angriffe nach den Vorfällen in der Silvesternacht in Köln. Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) habe im vergangenen Jahr 80 Anschläge auf Moscheen gezählt, sagte der Generalsekretär des muslimischen Verbandes, Bekir Alboga, am Donnerstag in Frankfurt am Main.

100 Hilfsorganisationen fordern Ende des Kriegs in Syrien

Genf (epd). Rund 100 internationale Hilfsorganisationen haben ein Ende des Bürgerkriegs in Syrien gefordert. Der Konflikt stehe vor seinem sechsten "brutalen Jahr", heißt es in einem am Donnerstag vom Flüchtlingshilfswerk UNHCR in den sozialen Netzwerken platzierten Appell.

Stellvertreter von Rebellenführer Kony vor Haager Strafgerichtshof

Den Haag (epd). Ein hochrangiger Anführer der ugandischen Rebellengruppe "Widerstandsarmee des Herrn" steht seit Donnerstag vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Dominic Ongwen gilt als Stellvertreter des international gesuchten Rebellenführers Joseph Kony.

Tausende Menschen setzen in Stuttgart Zeichen gegen Gewalt

Stuttgart (epd). Bei frostigen Temperaturen haben am Samstag in Stuttgart nach Polizeischätzungen rund 7.000 Menschen ein Zeichen gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Auf Transparenten sprachen sie sich etwa gegen Waffenexporte aus. Zu der Kundgebung auf dem Schlossplatz hatte ein Bündnis von 81 Verbänden unter dem Motto "halt ! zusammen" eingeladen.

UN-Generalsekretär Ban: Belagerungen in Syrien sind Kriegsverbrechen

New York/Genf (epd). UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat das Aushungern Hunderttausender Menschen in Syrien als Kriegsverbrechen angeprangert. Alle Konfliktparteien machten sich des Verbrechens schuldig, sagte Ban am Donnerstag (Ortszeit) in New York. Die Qualen der Menschen in der belagerten Stadt Madaja seien ein neuer Tiefpunkt in dem fast fünf Jahre dauernden Konflikt.

Sitzen bis zum Friedensvertrag

Rio de Janeiro (epd). In Kolumbien herrscht Aufbruchstimmung. Die Chancen, den über 50 Jahre währenden Krieg im Land zu beenden, stehen so gut wie nie zuvor. Die Mehrheit der Bewohner unterstützt das Vorgehen von Präsident Juan Manuel Santos, per Dialog mit der größten Guerillagruppe Farc ein Friedensabkommen zu erreichen.

UN fordern Hilfe für alle belagerten Städte in Syrien

Genf (epd). Die UN haben an die Konfliktparteien in Syrien appelliert, Hilfskonvois den Zugang zu allen belagerten Städten zu ermöglichen. Etwa 15 Orte mit rund 400.000 Menschen seien eingekesselt, betonte der Sprecher des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA), Jens Laerke, am Dienstag in Genf. Hilfslieferungen nur in das belagerte Madaja reichten nicht aus.

Hinweise auf neuen Giftgas-Einsatz in Syrien

Den Haag (epd). Unmittelbar nach der Vernichtung der letzten deklarierten Chemiewaffen aus Syrien gibt es Hinweise auf einen erneuten Einsatz von Giftgas. Blutproben deuteten darauf hin, dass mehrere Menschen dem Nervengas Sarin oder einer ähnlichen Substanz ausgesetzt waren, heißt es laut Medienberichten vom Mittwoch in einem Expertengutachten an den UN-Sicherheitsrat.

Kabinett beschließt Ausweitung der Bundeswehreinsätze in Mali und Irak

Berlin (epd). Die Bundeswehr weitet ihren Einsatz in Mali aus. Das Kabinett beschloss am Mittwoch in Berlin die Entsendung von bis zu 500 zusätzlichen Soldaten. Damit wird der laufende Einsatz bei der UN-Mission Minusma von 150 auf bis zu 650 Bundeswehrsoldaten aufgestockt. Im Irak soll die Zahl der Ausbilder für die kurdischen Peschmerga von 100 auf bis zu 150 erhöht werden.